Die tz bringt Jugend-Spezln zusammen

Wiedersehen nach über 50 Jahren

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Nach 55 Jahren ist die Wiedersehensfreude bei den Jugendfreunden Heinz Metzger (links) und Franz Kinker riesengroß. Jetzt wollen sie sich regelmäßig treffen

München - 55 Jahre lang haben sich zwei Jugend-Spelzn nicht mehr gesehen. Über einen Bericht in der tz haben sie sich jetzt endlich wiedergetroffen.

"Mei, der Franze“, ruft Heinz Metzger (75) voller Freude. Und schon fällt er seinem Jugendfreund Franz Kinker (77) in die Arme. 55 Jahre lang sind die beiden einander nicht mehr begegnet. Über einen Bericht in der tz haben sie sich jetzt endlich wiedergetroffen. Wiedersehen macht Freu(n)de!

In der tz hat Metzger (l.) seinen Freund entdeckt

Zwei Wochen ist es jetzt her, dass Heinz Metzger den Namen Franz Kinker neben dem Foto eines Ur-Münchners in der tz entdeckte: „Mir war sofort klar, dass er das sein muss. So häufig ist der Name Kinker ja nicht.“ Ein Anruf in der tz-Redaktion – und schnell ist klar: Der Mann, der da mit Trachtenhut und Lederhose unter der Überschrift Typisch München posiert, ist tatsächlich Metzgers Spezl aus Kinder- und Jugendtagen. Und klar: Die tz vermittelt den Kontakt. „Ich hab mich unglaublich gefreut, dass Heinz sich wieder gemeldet hat“, erzählt Kinker.

Beide Männer sind in der Arndtstraße im Glockenbachviertel aufgewachsen und haben gemeinsam viel erlebt. Nach der Lehrzeit aber trennten sich ihre Wege. „Wir haben uns aus den Augen verloren. Später habe ich immer wieder nach Franz gesucht. Aber er steht nicht im Telefonbuch“, sagt Metzger.

Die tz war beim großen Wiedersehen in der Gaststätte Großmarkthalle dabei. Metzger lebt heute im Chiemgau und ist die 115 Kilometer von Schleching nach München gefahren, um seinen alten Freund zu treffen. Die Rentner verstehen sich gleich wieder so gut wie früher. Wer ihre Geschichte nicht kennt, glaubt kaum, dass sie sich seit 55 Jahren nicht gesehen haben – so vertraut wirken sie miteinander.

Beim gemütlichen Weißwurstfrühstück kreisen die Gespräche um ihre Jugend im München der Vierziger- und Fünziger-Jahre. „Wir waren oft in der Geyerwally. Das war unser Treffpunkt“, erinnert sich Kinker. „Oder im Rumpler beim Kegeln“, sagt Metzger. Nachdem sie sich stundenlang aus ihrem Leben erzählt haben, ist klar: „Das war nicht unser letztes Treffen.“

Beate Winterer

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