Wiesn-Wirt wird 75

Wiggerl Hagn: Dieser Löwe hat was zu feiern 

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Er lebe hoch! Wiesn-Wirt Wiggerl Hagn (Löwenbräuzelt) wird am Mittwoch 75.

München - Ein gstandenes Mannsbild ist er und ein echtes Wirte-Urgestein. Aber um seine Person mag er keinen Rummel. Heute kommt er aber trotzdem nicht aus: Ois Guade, Wiggerl Hagn!

Der Wiesn-Wirt (Löwenbräuzelt) und Wirt der Hirschau feiert seinen 75. Geburtstag. Damit hat immerhin ein Löwe was zu feiern – beim TSV 1860 schaut es ja eher düster aus …

1963: Wiggerl Hagn zieht mit Mutter Berta auf die Wiesn ein. Da führten sie das Schützenzelt.

Apropos Löwen: Wäre es nach dem Herrn Papa gegangen, wäre Wiggerl Hagn heute nicht Wiesn-Wirt, sondern Tierarzt. Das war der große Wunsch von Ludwig Hagn senior, der in den 50ern den Rheinhof am Hauptbahnhof betrieb. Als Wiggerl Hagn 16 war, starb sein Vater an Krebs. Der Bub half seiner Mama Berta in der Wirtschaft, unterstützte sie schon 1956 im Schützenzelt auf dem Oktoberfest – und seitdem ließen ihn Wiesn und Gas­tronomie nicht mehr los.

1991 übernahm er die Traditionsgaststätte Unionsbräu in der Einsteinstraße. Weil die sich nicht rentierte, gab er sie 2012 auf. Seit April 2013 ist Hagn Wirt in der Hirschau im Englischen Garten.

Großfamilie: Wiggerl Hagn (2. v. r.) mit Schwiegersohn Michael (l.), Enkel Johannes (3. v. l.), Ehefrau Christa (4. v. l.), Enkel Lukas (5. v. l.) Tochter Stephanie und den Freundinnen der Enkel.

Im nächsten Jahr steht ein großes Jubiläum an: Dann ist Hagn 35 Jahre Wiesn-Wirt! Seit 1979 führt er das Löwenbräuzelt, mit tatkräftiger Unterstützung von Tochter Stephanie, Schwiegersohn Michael und den Enkeln Lukas und Johannes. Ein Wirt mit Leib und Seele, der immer einen flotten Spruch auf den Lippen und das Herz am rechten Fleck hat. Und dazu noch die richtigen Ideen: Als etwa 1999 der Trachten- und Schützenzug aus Geldmangel zu platzen drohte, gewann er kurzerhand eine japanische Großbrauerei als Sponsor, die dafür mit einem fernöstlichen Blumenwagen mitfahren durfte.

Seit April 2013 führt Wiggerl Hagn die Hirschau im Englischen Garten.

Zum 75. schickt OB Dieter Reiter (SPD) Glückwünsche: „Für Ihr großes Engagement sowie für Ihre herausragende Leistung für die Münchner Gastronomie danke ich Ihnen sehr herzlich.“ Wirte-Kollege Günter Steinberg (Hofbräuzelt): „Ich wünsche Wiggerl von ganzem Herzen das Beste – und dass wir noch viele gemeinsame Jahre haben.“

Ein Feierbiest ist Hagn trotzdem nicht. „Das liegt mir nicht“, erklärt er der tz. Statt eine Party zu schmeißen, spendet er das Geld lieber an die Wiesn-Stiftung: „So haben wenigstens andere was davon.“

CMY

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