Steigende Bierpreise wegen Sicherheitskosten?

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Die Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen auf der Wiesn, wie die Begrenzungs-Pfosten, werden auf die Beschicker umgelegt.

München - Wegen der Sicherheitsmaßnahmen auf der Wiesn werden steigende Bierpreise befürchtet. Denn vor allem die Wirte sollen die Kosten tragen. Zahlen wir für die Mass bald zehn Euro?

Vor dem Rathaus wurde am Dienstag der Christbaum für die friedensreiche Weihnachtszeit vorbereitet, im Rathaus ging’s nochmal rund beim Thema Betonpoller für die Wiesn. Dabei wurde weniger über die Notwendigkeit der 100 statischen und 80 versenkbaren Betonpfosten gestritten als über die – letztlich beschlossene – Umlegung der Kosten auf die Oktoberfest-Beschicker. 3,3 Millionen Euro kostet das Projekt, das die Wiesn vor Anschlägen schützen soll.

Wie wirkt sich eine Gebührenerhöhung auf die Preise aus, vor allem den Bierpreis? CSU-Stadtrat Richard Quaas fürchtet, dass die Mass bald zehn Euro kosten könnte. Seine Fraktion fand, die Hälfte der Kosten sollte die Stadt übernehmen. „Die Wiesn ist eine gesamtstädtische Veranstaltung.“

Eigentlich wollte Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) die Erhöhung die Gebühren für Wirte, Standlinhaber und Fahrgeschäfte um durchschnittlich 38 Prozent auf einen Schlag erhöhen. Als Kompromiss schlug die SPD eine schrittweise Anhebung über drei Jahre vor. Demnach wird 2011 die bisherige Gebühr von 172 000 Euro für große Bierzelte um rund 20 000 Euro erhöht, überschlägt Reiter. „Bei 16 Tagen Wiesn nicht mal 1500 Euro am Tag.“ Ab 2013 gilt der komplette Aufschlag um 65 360 Euro. „Eine Schießbude muss 2011 ca. 75 Euro mehr zahlen“ (ab 2013 plus 250, total: 1500 Euro).

Die Achterbahn muss statt 33 480 nächstes Jahr 2000 Euro mehr berappen (2013: plus 6696 Euro). Wirtesprecher Toni Roiderer hätte zwar lieber weniger gezahlt. Trotzdem ist er dankbar für die Staffelung und die 2011 „moderate“ Erhöhung. „Sicherheit kostet Geld“. Roiderer hat selbst 2009 „300 000 Euro nur für die Ordner“ bezahlt. „Der Bierpreis muss wegen der Gebührenanhebung nicht explodieren“, beruhigt er .

BW.

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