Schlägereien, Streit, Verletzte durch Böller 

Wilde Silvesternacht: Viel Arbeit für die Polizei

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Prosit 2015! In München war es eine rauschende Silvester-Nacht - mit viel Arbeit für die Polizei.

München - In der Landeshauptstadt wurde das neue Jahr von vielen mit viel Feuerwerk und Alkohol begrüßt. Die Polizei musste bei mehreren  Schlägereien, Streitigkeiten aber auch Verletzungen durch Böller ausrücken.

Wie gewohnt fiel die Silvesternacht für die Münchner Polizei auch dieses Jahr sehr arbeitsreich aus, heißt es im Polizeibericht. In der Zeit zwischen 31.12.2014, 20 Uhr, bis 01.01.2015, 5 Uhr, fuhren die Beamten zu über 240 silvestertypischen Einsätzen. Und auch die Feuerwehr hatte viel zu tun.

Es handelte sich hauptsächlich um Schlägereien, Streitereien und Randalierer (131), Hilfeleistungen für betrunkene und/oder verletzte Personen (41), Einsätze im Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen (85) und Brände (15), so die Polizei.

Zwei betrunkene Jugendliche verursachten Behinderungen bei S-Bahn- und Zug-Verkehr, weil sie sich im Gleisbereich an der Donnersbergerbrücke aufhielten. Im Münchner Hauptbahnhof ist ein 19-Jähriger durch die Glasscheibe des Burger King gestoßen worden.

Weitere Fälle der Polizei und Bundespolizei

Friedensengel: Ein Verletzter

Am Friedensengel, dem Europaplatz und den angrenzenden Parkanlagen feierten ca. 4.500 Personen mit viel Alkohol und Pyrotechnik. Eine Person wurde durch herabfallende Pyrotechnik am Kopf verletzt (Platzwunde) und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Sonst gab es keine größeren Störungen. Der Verkehr war in diesem Bereich von 22.50 bis 02.45 Uhr gesperrt.

Mann in die rechte Hand gebissen

Um 00:40 Uhr an Neujahr versuchte ein 47-Jähriger aus Laim im Untergeschoss des S-Bahnhaltepunktes Marienplatz einen Streit zweier Unbekannter zu schlichten. Einer der beiden Unbekannten biss den Laimer daraufhin so stark in die rechte Hand, dass er vom Rettungsdienst versorgt werden musste.

Böller in Tunnel am Ostbahnhof gezündet

Um 2 Uhr zündete eine unbekannte Person im Tunnel des Ostbahnhofs, in dem sich zu diesem Zeitpunkt einige Reisende aufhielten, einen laut donnernden Silvesterkracher. Einige hielten sich bei Ankunft einer Streife immer noch die Ohren zu. Über Verletzungen wurde zunächst nichts bekannt.

Stress um zwei Frauen

Ein 20-Jähriger flirtete kurz nach dem Jahreswechsel am S-Bahnhaltepunkt Neuaubing mit zwei Frauen, die mit anderen Männern unterwegs waren. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der die Beteiligten Wunden und Prellungen am Kopf erlitten.

15-Jährige büxt aus

Gegen 7 Uhr erschien auf der Wache am Hauptbahnhof eine 15-jährige Eritreerin. Sie übergab den Beamten ein Blatt eines Münchner Erziehungshilfezentrums und teilte mit, dass es ihr dort nicht mehr gefalle. Nach Kontaktaufnahme mit dem Ersthilfezentrum und einer Jugendschutzstelle wurde sie gegen 09:30 Uhr wieder der Jugendeinrichtung zugeführt.

Nach Sturz in Klinik

Gegen 07:10 Uhr stürzte ein 28-Jähriger aus Bogenhausen aufgrund starker Alkoholisierung im Personentunnel des Ostbahnhofes. Er zog sich dabei eine Verletzung des Beines zu und konnte nicht mehr selbstständig gehen. Der Bogenhausener musste daraufhin vom Rettungsdienst eine Klinik transportiert werden.

Betrunkener fällt in den Gleisbereich der U-Bahn und wird leicht verletzt

Am 01.01.2015, um 01:35 Uhr, befand sich ein 60-Jähriger aus Taufkirchen im U-Bahnhof Scheidplatz in Schwabing. Er war alkoholisiert und stieg aus einer U-Bahn aus. Er wollte in eine weitere U-Bahn einsteigen, die sich an dem parallelen Bahnsteig befand. Er übersah jedoch, dass sich zwischen den beiden Bahnsteigen noch zwei Gleise befinden. Er stürzte in diesen Gleisbereich. Zu diesem Zeitpunkt fuhr ein 31-jähriger U-Bahnfahrer aus dem Landkreis Ebersberg mit seiner U-Bahn auf diesem Gleis in den Bahnhof ein. Der 31-Jährige erkannte den Gestürzten und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Der 60-Jährige sah ebenfalls die U-Bahn und rollte sich auf die Seite in Richtung der Stromschiene. Somit fuhr die U-Bahn nicht über den 60- Jährigen. Glücklicherweise berührte er auch die Stromschiene nicht, da ein Kontakt mit dem Fahrstrom schwere und auch tödliche Verletzungen verursachen kann.

Bei dem Sturz verletzte zog er sich leichte Prellungen zu. Eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig. Der U-Bahnfahrer wurde vom Kriseninterventionsteam des Arbeiter-Samariter-Bundes vor Ort betreut. Während der Unfallaufnahme war ein Gleis des U-Bahnhofes gesperrt. Der U-Bahnverkehr auf den anderen Gleisen war nicht beeinträchtigt. Der 60-Jährige wurde wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angezeigt.

Warnhinweis der Polizei: Wenn eine Person in das Gleisbett gerät, bitte sofort die MVG-Notfallsäule am Bahnsteig nutzen! Dort gibt es pro Gleis einen Nothaltgriff, der unverzüglich gezogen werden sollte, um den Zugverkehr anzuhalten. Anschließend ist der in der Notfallsäule integrierte Notrufknopf zu betätigen, um eine Sprechverbindung zum MVG-Betriebszentrum herzustellen. Von dort wird der Fahrstrom der U-Bahn abgeschaltet und die weitere Hilfe koordiniert. Zudem befindet sich unter jeder Bahnsteigkante auf voller Bahnsteiglänge eine Sicherheitsnische, in die sich die ins Gleisbett geratene Person nach Möglichkeit selber retten kann, um dem Gefahrenbereich zu entgehen. Wer ohne Rücksprache mit dem MVG-Betriebszentrum in das Gleisbett steigt, begibt sich in Lebensgefahr!

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