Der Präsident sagt Servus

Wilhelm Schmidbauer hört als Polizeichef auf

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Nahm am Donnerstag Abschied: Wilhelm Schmidbauer

MÜnchen - Kurz und knapp nahm der scheidende Münchner Polizeipräsident Professor Wilhelm Schmidbauer am Donnerstag Abschied vom Präsidium. Ab Freitag ist er Landespolizeipräsident.

Bereits am Freitag um 11.30 Uhr wird er im Rahmen eines Festakts im Max-Joseph-Saal der Residenz in sein neues Amt als Landespolizeipräsident eingeführt.

In seiner Abschiedsrede ließ Schmidbauer die wichtigsten Ereignisse seiner mehr als zehnjährigen Amtszeit Revue passieren. Als er in München antrat, wurde gerade der Bombenanschlag auf die Grundsteinlegung des jüdischen Zentrums am Jakobsplatz verhindert. In seine Amtszeit fiel auch der Mord an Modezar Rudolph Moshammer, der bis heute unbegreifliche Doppelmord an den kleinen Schwestern Sharon und Chiara in Krailling und an dem Manager Dominik Brunner am S-Bahnhof Solln. „Diese Morde werden mir nachhaltig in Erinnerung bleiben.“ Als überaus positive Ereignisse verzeichnet Schmidbauer den Rückgang der gemeldeten Straftaten um 12,5 Prozent und Münchens 73. Platz im Kriminalitätsvergleich der 80 größten Städte Deutschlands. Nur sieben andere Orte sind sicherer.

Auch Schmidbauer persönlich sorgte für Schlagzeilen – zuletzt, als er die Sichtweise des Prügel-Polizisten aus der Au darstellte. Dazu Schmidbauer: „Natürlich gab es auch bei der Münchner Polizei unschöne Vorfälle zu beklagen, auf die wir als Behörde und Menschen wirklich nicht stolz sind. Ohne Einzelfälle einer Bewertung zu unterziehen bleibt festzuhalten, dass auch bei der Polizei nur Menschen arbeiten. Menschen, die sich für andere Menschen stark machen, die oftmals ihre Gesundheit riskieren und den Kopf hinhalten und als Menschen auch Fehler machen.“

In seiner neuen Funktion verspricht Schmidbauer, seine ganze Kraft für die Sicherheit der Bewohner der Städte und Landkreise Bayerns einzusetzen.

Dorita Plange

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