SPD will die „Berg-Lücke“ schließen

Die SPD will, dass Axel Berg (li.) – hier unmittelbar nach der Wahlschlappe – erneut kandidiert, glaubt Franz Maget. Ms

München - Knapp ein Jahr ist das bittere Duell her, das Axel Berg knapp gegen den CSU-Mann Johannes Singhammer verlor. Jetzt versucht die SPD im Norden einen Neuanfang,

Die SPD München-Nord will wieder in die Offensive kommen und im Wahlkreis mehr Präsenz zeigen. Am Montag kündigten die SPD-Landtagsabgeordneten Franz Maget, Diana Stachowitz und Isabell Zacharias an, die „Berg-Lücke“ gemeinsam schließen zu wollen.

Die Erinnerung an die Bundestagswahl im September 2009 ist noch wach: Berg verlor - und weil die Münchner SPD ihm keinen sicheren Listenplatz verschafft hatte, schaffte er es nicht ins Parlament. In der laufenden Legislaturperiode ist nun kein einziger Münchner unter den 16 Bundestagsabgeordneten der Bayern-SPD. Zuvor hatte Berg bei drei Bundestagswahlen das Direktmandat geholt, zweimal davon als einziger bayerischer SPD-Abgeordneter.

Maget betonte, für die Bürger müsse sichtbar sein, dass der Münchner Norden eine sozialdemokratische Hochburg sei. 2013 müsse das Direktmandat zurückzugewonnen werden. Auf eine mögliche Kandidatur Bergs angesprochen, betont er: „Ich glaube, dass die Mehrheit der Partei Axel Berg gerne wieder unterstützen würde.“ Maget würdigte auch Bergs Einsatz für erneuerbare Energien und gegen Atomkraft. Er stehe für ein den Bürgern bedeutsames Thema, wie die Menschenkette am Wochenende gezeigt habe.

Bereits im Juni hatte Axel Berg dieser Zeitung gesagt, dass er 2013 noch einmal für eine Kandidatur zur Verfügung stehe: „Der Wahlkreis im Münchner Norden steht hinter mir“, erklärte er damals. Die Lücke, die Berg im dort hinterlassen hat, wollen die drei Landtagsabgeordneten nun mit gemeinsamen Initiativen füllen. So planen sie am 22.Oktober eine sogenannte „Nachtschichttour“, in der sie Betriebe besuchen, in denen Menschen in Nachtschicht arbeiten. Zudem werde es gemeinsame Sozial- und Bildungsempfänge und regelmäßige Bürgersprechstunden in den Stimmkreisen geben. „Die SPD muss präsent sein und für die Bürger ansprechbar“, sagte Stachowitz. Die Abgeordneten kündigten auch an, bei den Bürgern für Olympia 2018 in der Landeshauptstadt zu werben. Wie bereits Olympia 1972 gezeigt habe, profitiere der Münchner Norden ganz beonders davon. par

Auch interessant

Meistgelesen

Kommentare