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Premiere des Rock-Musicals

"We will Rock You": München feiert (die) Queen

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Die Klassiker der Rockband Queen finden sich im Musical "We will rock you " wieder.

München - Das Münchner Publikum wurde am Freitagabend wahrlich gerockt. Im Deutschen Theater feierte das Queen-Musical „We Will Rock You“ eine umjubelte Premiere.

Einige Gäste klatschten schon bei den ersten Klängen, sangen lautstark mit und bejubelten die diktatorische „Killer-Queen“, die in der gleichgeschalteten und schrillen „Gaga-Gesellschaft“ auf dem Planeten iPod jegliche handgemachte Musik verbietet. Erst als der Untergrund-Held Galileo Figero die verlorene Gitarre des Queen-Mitglieds Brian May findet, wird die Schreckensherrschaft beendet und das Publikum feiert gemeinsam mit den Musical-Darstellern die Macht des Rocks.

Das Stück entstammt der Feder des britischen Komikers und Autors Ben Elton. Geschickt verwob er in Zusammenarbeit mit den Queen-Mitgliedern Bryan May und Roger Taylor die Geschichte mit den Songs der legendären Band. „We Will Rock You“ wurde 2002 in London uraufgeführt, gastierte unter anderem in Berlin, Las Vegas und Madrid und gehört mit weltweit rund 15 Millionen Zuschauern zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. In München ist die Produktion bis Mitte Dezember zu sehen.

Musical-Autor Ben Elton im Interview

Ben Elton gehört in Großbritannien zu den ganz Großen. Der Autor und Komiker hat zahlreiche Bücher und Theaterstücke geschrieben - und das Queen-Musical „We Will Rock You“. Seit Jahren begleitet er die Show rund um die Welt. Jetzt macht der 55-Jährige Station in München. Im Interview der Nachrichtenagentur dpa sagt er, warum er sein Musical nicht allein lassen kann und warum die Menschen eigentlich überall gleich sind.

Sie sind als Regisseur von „We Will Rock You“ um die Welt gereist. Gibt es Unterschiede im Publikum?

Ben Elton : Ich denke, dass wir in Sachen Humor eigentlich alle ziemlich ähnlich sind - ob in Manchester, Moskau, Birmingham oder Beirut. Ganz tief drinnen unterscheiden sich die Menschen gar nicht sonderlich. Alle sind irgendwann einmal unsicher, wollen sich gut fühlen und in jedem Land denken die Menschen, sie befinden sich beim Anstehen in der falschen Schlange - der, in der es am langsamsten vorwärts geht. Aber natürlich gibt es an der Oberfläche große kulturelle Unterschiede auch in Sachen Humor und darum bin ich hier in München und darum begleite ich das Musical um die Welt - weil ich es in kleinen Einzelheiten immer wieder an das Publikum anpassen muss.

Bilder rund um die Premiere in München

"We will Rock You" - Bilder rund um die Premiere in München

Andere Musical-Macher reisen nicht immer mit. Warum Sie?

Ben Elton : Ich kann die Show einfach nicht alleine lassen. Vielleicht hängt das auch mit der furchtbaren Kritik zusammen, die wir am Anfang in London bekommen haben. Wir hatten so hart gearbeitet - und dann so etwas. Man warf uns vor, es sei uns nur um den Profit gegangen. Natürlich haben wir inzwischen Geld damit verdient, aber die Show in London hat sieben Millionen Pfund gekostet und sich erst nach Jahren rentiert. „We Will Rock You“ war und ist eine Herzensangelegenheit.

„We Will Rock You“ beschäftigt sich mit der Frage, wie das Internet unsere Gesellschaft verändert. Das thematisieren Sie auch in Ihrem fast apokalyptischen Buch „Blind Faith“. Gibt es eine kleine Chance, dass alles doch nicht ganz so schlimm wird?

Ben Elton: Ich hoffe es zumindest. Wir leben in sehr unsicheren Zeiten, aber natürlich müssen wir optimistisch sein und das bin ich.

dpa

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