"Sound of Islands" im Krone

Willy Astor: wortlos glücklich

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Willy Astor liebt die Beatles – und ist stolz, ebenfalls im Krone spielen zu dürfen

München - Willy Astor trifft Klassik – in der tz verrät der Wortakrobatiker die Details zu diesem besonderen Abend im Circus Krone.

Berühmt geworden ist er dank seiner unnachahm­lichen Wortakrobatik: Der Schatz im Silbensee, Scherz Spezial Dragees, Reimgold ­heißen seine Programme. Oder ganz aktuell: Nachlachende Frohstoffe. Doch seit vielen Jahren berührt Willy Astor (52) seine Fans auch ganz ohne Worte. Mit seiner instrumentalen Traumreise Sound of Islands. Am 13. Dezember hat der Münchner ein ganz besonderes Projekt am Start: Er spielt erstmals mit neun Musikern des BR-Rundfunkorchesters. Astor trifft Klassik – in der tz verrät er die Details zu diesem besonderen Abend im Circus Krone.

Herr Astor, Sie sind gerade in ganz Deutschland unterwegs mit ihrem Soloprogramm. Wie kommt es zu diesem Klassik-Intermezzo?

Astor: Sound of Islands liegt mir seit dem ersten Album 1994 einfach ganz besonders am Herzen. Es ist die stille, ernsthafte, nachdenkliche Seite meines Künstlerdaseins – neben dem Komödianten gibt es die eben auch: den ernsthaften Musiker Astor. Und es macht einfach Spaß, mit diesen wunderbaren Kollegen Kiko Pedrozo, Titus Vollmer und Martin Kälberer zusammenzuspielen, die seit 2007 dabei sind.

Sie suchen ja für Ihre Konzerte immer ganz besondere Orte aus …

Astor: Das stimmt! Kloster Benediktbeuern 2000, Oberschleißheim 2003, Prinzregententheater 2008 und jetzt mit Orchester im Krone.

Wie darf man sich die Proben dazu vorstellen?

Astor: (lacht) Ja, wir treffen uns tatsächlich nur ein Mal vorher. Man möchte es nicht glauben, aber das funktioniert. Da habe ich vollstes Vertrauen in unseren wunderbaren Dirigenten und Arrangeur Christian Elsässer und die neun klassischen Musiker. Am Vorabend spielen wir eine öffentliche Generalprobe in Landshut – und dann wird es ernst für uns am Freitag, den 13., im Krone.

Auf was dürfen sich die Besucher freuen?

Astor: In einer Zeit, in der wir vor lauter Hektik kaum Zeit zum Durchschnaufen oder Nachdenken finden, möchten wir mit Sound of Islands eine Insel bieten, die der Seele wieder Zeit zur Erholung gibt. Wir spielen unsere absoluten Lieblingsstücke.

Eine Klangreise durch die staade Zeit in einem kuscheligen Zirkuszelt – das klingt gut!

Astor: Der Circus Krone ist natürlich für uns Künstler und speziell auch mich als Münchner schon etwas ganz Besonderes. Es ist alles sehr dicht und kompakt, der Krone hat eine unheimliche Energie – und wenn der Zirkus grad da war, riecht es auch noch nach Elefanten. Auch das gehört zu diesem Charme dazu.

Da scheint einer schwer verliebt in diesen Ort.

Astor: Wenn ich kleiner Musik-Handwerker dort auf der Bühne stehen darf, dann muss ich an die Beatles denken, meine großen Idole. Auch sie haben hier gespielt, 1966. Da war ich 14 Jahre alt! Ohne die Beatles wäre ich nie Musiker geworden.

Von den Beatles zu den Bayern. Heute spielt der FCB in Dortmund. Welche Mitgliedsnummer haben Sie als Schöpfer der Vereinshymne „Stern des Südens“?

Astor: (lacht) Ich bin tatsächlich gar kein Mitglied, das Lied war quasi 1998 mein Beitritt zu den ­Roten. Ich hoffe, dass es ein Leben lang hält.

Der Stern des Südens strahlt ja derzeit heller denn je!

Astor: Das stimmt! Und die Hymne ist am 13. Dezember erstmals als Klassik-Version zu hören. Darauf freue ich mich wahnsinnig.

Stefan Dorner

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