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Wetter-Experte macht deutliche Prognose: „Kältester Dezember der letzten zehn Jahre“ - München mittendrin

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Von: Jonas Raab

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Wie kalt der Winter in Deutschland, Bayern und München wird, entscheidet sich in der Arktis. Aktuelle Wirren am Nordpol bringen Experten zum Schluss: Bei uns wird es eisig!

München - Frostige Aussichten für München! Wie warm oder kalt es hierzulande im Winter wird, hängt maßgeblich mit dem sogenannten Polarwirbel zusammen, einem Tiefdruckgebiet in der Arktis. Es bündelt eiskalte Luft von bis zu minus 80 Grad – bricht der Wirbel allerdings auf, entweicht die arktische Kälte auf die Nordhalbkugel bis nach Deutschland. Laut verschiedenen Meteorologen sprechen mehrere Gründe dafür, dass genau das im Dezember passiert. Die bayerische Landeshauptstadt könnte es besonders hart treffen, schließlich ist München für seine kalten und schneereichen Winter bekannt.

Es klingt paradox: In Deutschland wird es frostig, wenn der eiskalte Polarwirbel schwach ist. Dann nämlich steigt die Chance, dass dessen polare Kaltluft nach Süden ausbricht. Dass diese entscheidende Kaltluftzone in diesem Jahr schwächelt, ist schon länger bekannt. Ein Grund dafür liegt im Arktischen Ozean – beziehungsweise eben nicht: am Nordpol fehlt das Eis im Meer. Das wiederum mildert den den Wirbel ab und erhöht die Chancen eines sogenannten Polarwirbelsplits.

Schwacher Polarwirbel sorgt für Kälteeinbruch in München – das steckt dahinter

Dass der Polarwirbel in diesem Jahr vor allem zu Beginn des Winters nur mäßig ausgeprägt ist, erhöhe die Wahrscheinlichkeit für einen Split zusätzlich, erklärt Meteorologin Veronika Krieger beim News-Magazin Karlsruhe Insider. Und dann, wenn es eigentlich schon kompliziert genug wäre, kommt auch noch Höhenwind ins Spiel. Dreht er sich um und kommt plötzlich aus dem Osten anstatt aus dem Westen, spricht man vom „Berliner Phänomen“. Genau das passiert derzeit über Nordamerika und stört den Polarwirbel.

Aus all diesen Faktoren leitet Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel ab, dass es hierzulande im November wegen eines kurzen Wiedererstarkens des Wirbels mild und windig bleibt, im Dezember aber wegen erneuter heftiger Störungen bitterkalt wird. „Da sind wir uns relativ sicher“, sagt er in einem Videobeitrag. Auch Schnee sei gut möglich.

Kälteeinbruch im Dezember: Meteorologe sagt „ziemlich harten Winter“ für München voraus

Genug der Theorie: „Im Dezember fallen die Temperaturen. Es könnte einer der kältesten Dezember der letzten zehn Jahre werden. Weiße Weihnachten sind damit auf jeden Fall möglich“, erklärt Schenk. Die Klimamodelle deuten an, dass es im Januar in abgeschwächter Form so weitergeht. „Es könnte einen ziemlich harten Winter geben“, sagt der Meteorologe. (jo)

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