Münchner findet trotz Job keine bezahlbare Wohnung

Thomas happy: Sparkasse findet Wohnung, Café-Betreiber bieten Job an

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Thomas Moses bei seiner ­Arbeit: „Die ­Aufgabe tut mir gut.“ Er teilt sich den Tunnel mit mehreren ­Obdachlosen.

Am Donnerstag berichteten wir über Thomas Moses, der trotz Job unter der Brücke schlafen muss, weil er keine bezahlbare Wohnung findet. Jetzt wird ihm geholfen.

München - Wer in unserer Redaktion arbeitet, lernt schnell: Wenn Menschen in Not sind, ist auf unsere Leser Verlass! Der Fall von Thomas Moses ist da keine Ausnahme. Groß berichtete unsere Zeitung über den 48-Jährigen, der trotz eines Jobs obdachlos ist und seit zwei Jahren unter der Brücke lebt. Am Donnerstag meldeten sich nun zig Münchner bei uns, die dem Mann helfen wollen. Und das Beste ist: Eine Wohnung ist auch schon gefunden!

Stadtsparkassenchef Ralf Fleischer will für Thomas ein Zuhause finden.

Unter anderem rief die Stadtsparkasse bei uns an. „Der Fall hat uns alle hier sehr bewegt, und wir haben sofort geschaut, wie wir helfen können“, so Chef Ralf Fleischer. Zur Erklärung: Die Stadtsparkasse ist als städtisches Unternehmen im Besitz vieler Wohnungen in der Stadt. Sofort wurde am Donnerstag nun geprüft, welche davon für Thomas Moses infrage kommt. Denn: Das neue Daheim darf natürlich nicht zu groß und zu teuer sein – sonst segnet es das Wohnungsamt nicht ab. Thomas Moses bekommt ja Hartz IV. Schon am Nachmittag wurde die Sparkasse fündig: „Wir hätten für Herrn Moses eine 28-Quadratmeter-Wohnung.“ Miete um die 440 Euro. Heißt: Die sollte das Amt finanzieren. Nun wird die Sparkasse in Kontakt mit Thomas Moses treten und ihn fragen, ob das für ihn passt.

Vielen ging das Schicksal von Thomas Moses zu Herzen – auch dem Unternehmer Ralf Mäser und seiner Frau Sonja.

Tolle Nachrichten! Und das ist nicht alles: Auch Ralf Mäser meldete sich bei der tz. Er betreibt unter anderem das Café Maelu in der Theatinerstraße. Er bietet dem Obdachlosen einen Job an. „Und wir werden auch schauen, ob wir eine Wohnung für ihn finden.“ Zudem riefen am Donnerstag viele Leser bei der tz an und fragten, ob sie dem Obdachlosen etwas Geld spenden könnten. Nur: Hier gibt es ein Problem! Als Empfänger von Hartz IV hätte Thomas Moses nichts davon. Das Amt würde ihm seine monatlichen 408 Euro streichen – so lange, bis alle Spenden aufgebraucht sind.

Und was sagt der Betroffene zu all diesen Reaktionen? „Das ist großartig. Ich sage schon mal Danke“, so Thomas am Donnerstag. „Dass die Menschen so hilfsbereit sind, tut schon sehr gut.“ Und bald dürften die kalten Nächte unter der Brücke Geschichte sein…

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Armin Geier

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