„Wir rechnen mit weiteren EHEC-Fällen in München“

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Prof. Dr. Clemens Wendtner

München - Die tz hat mit Prof. Dr. Clemens Wendtner (45), Chefarzt für Hämatologie, Onkologie, Immunologie, Palliativmedizin, Infektiologie und Tropenmedizin am Klinikum Schwabing gesprochen.

Professor Wendtner, wie geht es der Patientin?

Clemens Wendtner: Die Konditionen sind kritisch. Wir sind allerdings sehr hoffnungsvoll, dass es ihr bald besser geht.

Ist es tatsächlich die gleiche EHEC-Variante wie in Norddeutschland?

Wendtner: Ja. Es ist definitiv das gleiche Bakterium. Wir stehen diesbezüglich auch im Kontakt mit dem Robert-Koch-Institut.

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Wendtner: Das Gefährdungspotenzial lag in Norddeutschland. Wir gehen allerdings davon aus, dass der Höhepunkt der Erkrankungen überschritten ist. Letztendlich ist prinzipell eine Gefahr da, schließlich ist es eine hoch ansteckende Krankheit. Aber weil es sich um eine Schmierinfektion (Übertragung durch Berührung, Anm. der Red.) handelt, kann man das nicht vergleichen mit anderen ansteckenden Krankheiten wie Ebola zum Beispiel.

Erwarten Sie weitere Fälle in München?

Wendtner: Ja. Es könnten weitere Münchner und Patienten, die über München reisen, eingeliefert werden.

Interview: Petra Markovic

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