Münchner Arena lässt Berlin hinter sich

Wir sind EM-Stadt 2020!

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München - hier ein Foto ein einem Public-Viewing-Event - soll EM-Spiele bekommen

München - Das Sommermärchen kehrt zurück: Der deutsche Spielort bei der Fußball-Europameisterschaft in sieben Jahren soll München heißen.

Das Präsidium des DFB entschied sich am Freitag für die Heimat des FC Bayern und gegen Mitbewerber Berlin. Endgültig ausgewählt werden die 13 europäischen Austragungsstädte im September 2014 von der UEFA.

„Es war für uns keine einfache Entscheidung, weil wir mit München und Berlin zwei starke Bewerber hatten, die schon mehrfach nachgewiesen haben, dass sie solche Großereignisse bewältigen können. Wir sind sicher, dass wir mit München als Spielort bei der UEFA sehr gute Chancen haben, ein Paket der EURO 2020 zu erhalten“, sagte DFB-Chef Wolfgang Niersbach nach der entscheidenden Präsidiumssitzung. Reine Tiefstapelei: Denn es ist ausgeschlossen, dass das Turnier ohne deutsches Stadion ausgetragen wird.

OB Christian Ude dankte dem DFB für das Vertrauen. Er könne versprechen, dass die bayerische Landeshauptstadt „wieder ein sympathischer, weltoffener Gastgeber“ sein werde, erklärte der SPD-Politiker. Dies habe die „Fußball-Hochburg München“ bereits bei der WM 2006 und beim Finale der Champions League 2012 bewiesen.

Als Entscheidung für die „deutsche Hauptstadt des Fußballs“ hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer den Zuschlag für München als möglichen deutschen Spielort bei der Fußball-EM 2020 begrüßt. „In Bayern ist der Fußball daheim“, sagte der CSU-Politiker. „Die Entscheidung des DFB für München als deutsche Bewerberstadt für die Endrunde der EURO 2020 war die Entscheidung für einen Weltverein, eine Weltstadt und eine Weltregion.“

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München galt von Anfang an als Favorit in diesem Duell. Ein entscheidendes Argument: Die deutschen Proficlubs standen eindeutig hinter der bayerischen Landeshauptstadt – und im 15-köpfigen DFB-Präsidium sitzen allein vier Vertreter der Deutschen Fußball Liga (DFL). Anders als das Berliner Olympiastadion befindet sich die Arena in München im Vereinsbesitz. Die Einnahmen würden in der Liga bleiben, das Olympiastadion ist in Landesbesitz.

Die EM wird 2020 zum ersten Mal nicht nur in einem Land stattfinden, sondern in 13 Städten auf dem gesamten Kontinent verteilt. Der weitere Fahrplan ist nun: Bis zum 12. September muss München seine Bewerbung bei der UEFA abgeben. Im September 2014 wird der Verband dann endgültig die 13 Austragungsstädte auswählen. Der DFB darf sich wie alle anderen Verbände nur für zwei Pakete bewerben: Entweder sollen in München die Halbfinals und das Endspiel stattfinden – oder drei Vorrundenspiele plus ein Achtel- oder Viertelfinale (siehe unten).

Die Münchner Chancen auf einen Zuschlag sind sehr gut, denn die UEFA wird bei ihren ersten pan-europäischen Titelkämpfen kaum den größten Markt des Kontinents und den größten Sportverband der Welt übergehen. „Bisher haben sich erst sechs Länder überhaupt beworben. Aber bis zum 12. September ist ja noch Zeit“, sagte DFB-Boss Niersbach.

tz

Finale oder Gruppenspiele?

Zwei Bewerberpakete gibt es: drei Gruppenspiele plus eine K.o.-Partie – oder das Finalpaket mit beiden Halbfinals und Endspiel. Für München läuft es auf die Gruppenspiele hinaus. Wenn Istanbul kommende Woche bei der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2020 leer ausgeht, dürften der Türkei aus sportpolitischen Gründen die Finalpartien sicher sein. Der DFB will dann voll auf die drei Gruppenspiele plus Achtel- oder Viertelfinale setzen.

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