Das passierte wirklich am Mittwochabend

Wirbel um Nazi-Aktion am Landtag

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Laut Berichten wollten Neonazis am Mittwochabend in den Bayerischen Landtag eindringen.

München - Verwirrung um einen Polizeieinsatz am Landtag: Neonazis wollten angeblich am Mittwochabend einen SPD-Vortrag stören. Die Polizei dementiert - zumindest teilweise. Was ist passiert?

Die Meldung sorgte am Mittwochabend für Verwirrung: Die Polizei habe in München das Eindringen einer Gruppe von Neonazis in den Landtag verhindert, meldet die Nachrichtenagentur dpa. Auf Rückfrage dementiert die Polzei: "Falsch. Eine klassische Fehlmeldung", sagt ein Sprecher. Doch was war passiert? 

Laut eines dpa-Reporters vor Ort wollte "etwa ein halbes dutzend Rechtsextremer zu einer Filmvorführung der SPD-Fraktion zum Thema Rechtsextremismus. Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden wollte die Gruppe die Aufführung stören." Daraufhin hätten mehrere Mannschaftswagen der Polizei vor dem Landtag Stellung bezogen.

"Das stimmt auch", sagt ein Sprecher der Polizei München am Donnerstagvormittag. Die Polizei war mit etwa 20 Beamten vor Ort - und auch als Neonazis erkennbare Personen seien am Landtag gewesen. Soweit, so richtig.

Aber was passierte zwischen Einsatzkräften und Neonazis? Laut Meldung verhinderte die Polizei, dass die Rechtsextremen in den Landtag gelangten. Die Polizei sagt: Es habe "keinen Kontakt zwischen Polizei und Rechtsextremen" gegeben. "Da war keine Konfrontation mit Schlagstock und Schutzschild, wie man sich das so vorstellt. Die Kollegen haben die Rechtextremen auch nicht des Landtages verwiesen", sagt der Polizeisprecher. "Wir haben schließlich kein Hausrecht im Landtag." Die Neonazis seien "einfach unverrichteter Dinge abgezogen".

kb

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