1. tz
  2. München
  3. Stadt

Wird hier gerade eine neue Flocke gemacht?

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Lisa und ihr junger Lover Yogli in Aktion: Alex Wolfrum wurde von Söhnchen Maxwell auf die bärige Leibesübung aufmerksam gemacht.
Lisa und ihr junger Lover Yogli in Aktion: Alex Wolfrum wurde von Söhnchen Maxwell auf die bärige Leibesübung aufmerksam gemacht. © Wolfrum

München will auch ein Eisbärbaby haben, denn: Die sind sooo süß, flauschig und tolpatschig – Fotomotive zum Niederknien.

Theoretisch wäre bei den zwei Bärenweibchen und dem Männchen in Hellabrunn ja Nachwuchs denkbar, aber ohne Praxis entsteht halt kein Knuddelbärchen aus Fleisch, Blut und schneeweißem Pelz …

Doch nun regt sich was im Polarium! Der Yogli (9) hat sein Herz für die Lisa (31) entdeckt und offensichtlich zu praktischen Versuchen überredet. Entdeckt wurde eine der Leibesübungen vom vierjährigen Maxwell, der in den Osterferien mit Papa Alex Wolfrum durch den Tierpark stromerte. „Was machen die denn da?“, fragte der Bub neugierig. Yogli rückte gerade mit seinen gut 350 Kilo der Seniorin Lisa eng auf den Pelz. Die wiederum machte gute Miene zum Liebesspiel. Die Szene wurde geknipst, auch ein schönes Foto!

Lesen Sie auch:

Flockes erstes Duschbad: "Das hat sie sichtlich genossen"

Flocke: Erster Ausflug ins Freigehege

Flocke lernt schwimmen

Popstar Flocke: Erster großer Auftritt im April

Flocke übt für ihren großen Auftritt

Flocke auf dem Weg ins Rampenlicht

Wolfrum, als Chef der Veranstaltungsagentur G.R.A.L. normalerweise nicht auf den Mund gefallen, war momentan nicht auf eine Aufklärungsstunde vorbereitet. „Die spielen nur“, wich er zuerst aus. Dann fügte er aber tapfer hinzu: „Vielleicht machen sie einen neuen Teddybären.“Genau das hofft, ganz fachmännisch, Zoo-Chef Henning Wiesner. Vor gut einem Jahr hat er den jungen Bärenmann Yogli aus Pistioia (bei Bologna) importiert, mit eindeutigen Absichten. Der junge Italiener sollte Lisa wieder zur Mutter machen. Leider wollte es nicht funken zwischen den beiden, vielleicht war’s der Altersunterschied. Immerhin ist Lisa schon Großmutter, sogar die von Knut!

Yoglis Desinteresse an der alten Dame wurde von ihr vollen Herzens erwidert. Da schob sich nichts zusammen. Deshalb engagierte Hellabrunn eine neue Gespielin für Yogli. Die bisher namenlose junge Eisbärin akklimatisiert sich derzeit auf einem abgezäunten Nebenfelsen des Polariums.

War’s die Nähe des erst 16 Monate alten Bärenmädels? Hat sich Yogli doch noch ernsthaft in Knuts Oma verschaut? Kann der kraftstrotzende Jüngling seinem natürlichen Bedürfnis jetzt in der Paarungszeit einfach nicht widerstehen? Professor Wiesner stellt jedenfalls zufrieden fest, dass das Paar seit kurzem nach Herzenslust „kuschelt und schmust“. Tausendmal berührt, und irgendwann ist es dann auch passiert. Die Schäferstündchen könnten bärige Folgen haben, das traut Wiesner Großmütterchen Lisa nun doch zu. In einiger Zeit wird auch noch die junge Nachbarin hereingelassen: Eine Ménage à trois, die München auf viele Flocken hoffen lässt.

bw./tw.

Quelle: tz

Auch interessant

Kommentare