Grundsteinlegung

So wird die neue Siemens-Zentrale aussehen

München - Siemens-Chef Peter Löscher und der OB Christian Ude habenden Startschuss für den Neubau der Siemens-Konzernzentrale gegeben. In einem Animationsfirm stellt Siemens die neue Konzernzentrale vor.

Siemens-Chef Peter Löscher und der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) haben am Montag den Startschuss für den Neubau der Siemens-Konzernzentrale gegeben. Mit der Grundsteinlegung, die auch ein Treuebekenntnis zu München sei, werde eine neue Zeit für das Unternehmen eingeläutet, sagte Löscher. Bis Ende 2015 soll das neue Gebäudeensemble fertiggestellt werden. Es soll Arbeitsplätze für 1200 Mitarbeiter, aber auch ein öffentlich zugängliches Erdgeschoss mit Innenhöfen, Gastronomie und Ausstellungsflächen umfassen. Knapp neun Monate hatte zuvor der Abbruch früherer Siemens-Firmengebäude rund um den Wittelsbacher Platz gedauert.

Der Bezug der neuen Konzernzentrale ist für 2016 vorgesehen. Erhalten bleiben dabei unter anderem das denkmalgeschützte Palais Ludwig Ferdinand an dem Platz sowie das Siemens-Forum. Nach Unternehmensangaben wird die neue Konzernzentrale höchsten Standards in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz entsprechen und moderne Arbeitswelten für die Mitarbeiter bieten. Für den Bau ist ein niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Betrag veranschlagt.

Gute Quartalszahlen

An dem Festakt nahmen auch Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser teil. „Ich wünsche dem Haus, dass Krisen bewältigt und Chancen genutzt werden“, sagte Kaeser. Siemens sehe er aber nicht in der Krise, erklärte der Manager anschließend vor Journalisten. Vielmehr sollte sich der Konzern auf seine Stärken konzentrieren und „Dinge ins Zentrum stellen, die wir selbst beeinflussen können“, was mit dem Unternehmensprogramm „Siemens 2014“ geschehe. Dann werde auch das Wachstum wieder kommen.

Zum Verlauf des am 30. Juni abgelaufenen dritten Geschäftsquartals erklärte der Siemens-Finanzvorstand, man habe „dank hart erkämpfter Erfolge“ beim Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks ein „gutes Quartal“ hinter sich. Siemens hatte seinen 50-prozentigen NSN-Anteil für 1,7 Milliarden Euro an den finnischen Partner Nokia abgegeben. Mit der Äußerung reagierte Kaeser auf einen „Handelsblatt“-Bericht (Montag). Darin hieß es unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Manager, das dritte Geschäftsquartal (30. Juni) sei für Siemens nur durchwachsen gelaufen. Zur Halbjahresbilanz Anfang Mai hatte Siemens wegen Projektpannen und der Konjunkturflaute seine Jahresprognose zurückschrauben müssen.

dpa

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