Stadt will verschönern

So wird das neue Tal

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Die Stadt München will das Tal verschönern.

München- Die Stadt München will die Straße zwischen Marienplatz  und Isartor verschönern. Die tz gibt einen Überblick, wie das neue Tal aussehen soll.

Mehr Bäume, mehr Platz für Fußgänger, weniger Raum für Autos: Die Stadt will das Tal zwischen Marienplatz und Isartor umbauen. Wenn der Stadtrat am Mittwoch zustimmt, können im Frühjahr die Bagger anrollen. Ende 2013 sollen die Münchner durchs neue Tal wandern!

Der wichtigste Schritt: Die breite Straße wird auf sechseinhalb Meter verengt, plant Baureferentin Rosemarie Hingerl (SPD). Weniger wird nicht möglich sein, weil sonst Stadtbusse und Laster nicht mehr durchkommen. Wenn die Straße schrumpft, wächst der Bürgersteig – in der Mitte des Tals auf bis zu 17 Meter!

Das schafft Platz für Spaziergänger und für mehr Grün. Zu den großen Platanen sollen acht neue Bäume hinzukommen, die Art ist noch offen. Darunter wird es Bänke geben, damit die Menschen ihr neues Tal auch genießen können, ohne in den Freischankflächen gleich eine Bestellung aufgeben zu müssen.

Für Autofahrer wird es schwieriger: Künftig soll Tempo 30 gelten. Von den 82 Parkplätzen bleiben nur 58 übrig, weil laut Stadt in den nahen Parkhäusern noch Platz ist. Dafür kommen im Tal eine Bushaltestelle für Stadtrundfahrten und 220 Fahrradstellplätze hinzu. Die Kosten liegen insgesamt bei 1,9 Millionen Euro. Die Anlieger hatten sich bei einem Treffen mit der Stadt sogar für eine Fußgängerzone ausgesprochen – vergeblich.

Die neue Mitte des Tals

Zwischen Maderbräustraße und Hochbrückenstraße wächst der Bürgersteig fast schon zum Platz – auf der Nordseite auf 17 Meter Breite, auf der Südseite auf 13 Meter. Hier fallen die meisten der 24 gestrichenen Parkplätze weg. „Dadurch stehen für Passanten großzügige Flächen zum Vorbeiflanieren zur Verfügung“, schwärmt Baureferentin Hingerl. Die Spaziergänger bekommen auch mehr Komfort: Die Bordsteine werden auf nur noch drei Zentimeter abgesenkt, und weil die Straße schmaler wird, kommen sie schneller auf die andere Seite. Und weil in der künftigen Blauen Zone auch noch Tempo 30 gelten soll, kann sogar die Fußgängerampel wegfallen.

Der Blick vom Marienplatz

Viele Verschönerungen bemerkt man erst auf den zweiten Blick: Die Verkehrsinsel fällt weg. Die Straße wird schmaler. An der Stadtsparkasse soll es einen über zwei Meter breiten Bürgersteig geben, das Herumquetschen soll ein Ende haben. Ansonsten sind die Wege mindestens viereinhalb Meter breit. Die Kustermannfahrbahn (rechts) wird per Bordstein von der Straße abgesetzt. Hierher soll einmal der Radl-Highway aus der Sparkassenstraße (links) führen.

David Costanzo

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