Gebühren-Wucher

Wirte demonstrieren gegen GEMA

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Die neuen GEMA-Gebühren sind ein Frontalangriff auf die Münchner Clubszene.

München - Jetzt machen die Münchner Clubbetreiber und Konzertveranstalter ernst: Etwa 500 Teilnehmer erwartet die Polizei am Donnerstag zur Demo in Haidhausen gegen die neuen GEMA-Tarife!

Seit Monaten werden die geplanten neuen Gebühren heiß diskutiert. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Aktuell liegt der Streitfall bei der zuständigen Schiedsstelle im Patentamt. Die Wirte haben angesichts der drohenden massiven Preissteigerungen Existenzängste. Dabei verkündeten die Musikrechte-Verwalter von der GEMA bei der Vorstellung ihrer neuen Gebühren im April noch: „Kleine Veranstaltungen werden deutlich entlastet.“

Wie klein diese für eine konkrete Entlastung sein müssten, bleibt allerdings rätselhaft. Der Verband der Münchner Kulturveranstalter berechnete sogar bei einer Raumgröße von nur 80 Quadratmetern bei zwei Öffnungstagen pro Woche und 5 Euro Eintritt eine Steigerung der Jahresgebühr um satte 128 Prozent.

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Pacha-Betreiber Constantin Wahl ließ sich die neue Gebühr gleich von einem GEMA-Mitarbeiter ausrechnen und fiel aus allen Wolken: Sein Club müsste statt mit einer Jahresgebühr von bisher etwa 7000 Euro ab 2013 mit einer Abgabe von 111 000 Euro kalkulieren! Nach derzeitigen Planungen sollen die neuen Tarife ab April 2013 in Kraft treten.

Die Auftaktkundgebung findet am Donnerstag um 18 Uhr am Weißenburger Platz statt. Gegen 19 Uhr setzt sich der Zug zur GEMA-Generaldirektion (Kellerstraße 8a) in Bewegung. Dort steigt auch die Abschlusskundgebung.

A. Wulkow

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