Wirte zufrieden mit Rauchverbot

München - Damit war nicht unbedingt zu rechnen: Seit August ist das neue Anti-Rauchergesetz in Kraft. Und jetzt berichtet der Hotel- und Gaststättenverband von steigenden Umsätzen.

Der Protest der Gastronomen gegen das absolute Rauchverbot war laut, ihre Angst vor Umsatzeinbußen groß. Doch seit das Nichtraucherschutzgesetz am 1. August 2010 in Kraft getreten ist, zeigt sich, dass die Sorgen der Wirte weitgehend unberechtigt waren: „Die Umsetzung des Rauchverbots fiel uns nicht schwer, weil sich die Gäste schon an die gute Luft gewöhnt hatten“, resümierte die stellvertretende Kreisvorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Birgit Netzle-Piechotka anlässlich der Jahreshauptversammlung der Münchner Kreisstelle. 2008 hatte der Freistaat Bayern schon einmal ein Rauchverbot durchgesetzt, aber ein Jahr später wieder gelockert.

Rauchverbote in den Bundesländern

Rauchverbote in den Bundesländern

Die Speisegastronomie profitiere sogar von der qualmfreien Luft: „Die Umsätze beim Essen sind leicht gestiegen. Offensichtlich ist es auch für Raucher schön, rauchfrei zu speisen“, sagte Netzle-Piechotka, die Wirtin des Thalkirchner Asam-Schlössls ist. Allerdings sei der Getränkekonsum leicht zurückgegangen, weil die Verweildauer der Gäste kürzer sei.

Zu kämpfen hätten hingegen die kleinen Kneipen: „Für die ist das Rauchverbot eine bittere Pille. Auch weil es wegen der rauchenden Gäste vor dem Lokal zu Problemen mit den Anwohnern kommt. Da drohen einige Insolvenzen“, sagte Netzle-Piechotka.

bst

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