Endlich wieder eine Mass im Freien trinken

Diese Biergärten öffnen heute wieder

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Der Augustiner Schützengarten.

München - Raus in die Biergärten! Jetzt können die Münchner endlich wieder bei einer frischen Maß und einer deftigen Brotzeit unter alten Kastanienbäumen sitzen. Zwei Biergärten öffnen am Mittwoch.

Am Mittwoch scheint die Sonne den ganzen Tag – und gleich zwei Traditionsgaststätten öffnen ihre Pforten wieder: Die Münchner Haupt in Sendling, die der neue Wirt Christian Schretzlmeier in Augustiner Schützengarten umbenannthat sowie das Ayinger Bräustüberl der Familie Inselkammer, das ehemalige Liebhard’s. Beides sind Gasthöfe, die auf eine jahrhundertlange Geschichte zurückblicken können. Was die Wirte alles neu gemacht haben, welches Bier und welche Schmankerl seviert werden und was es kostet:

Augustiner Schützengarten

Echte Münchner wissen bei den Schlagworten Schießstätte, Sendling, Biergarten sofort: Das ist die Münchner Haupt! Der Name geht auf die Königlich Privilegierte Hauptschützengesellschaft München zurück, die bereits im Jahre 1406 gegründet wurde. Seit 1893 hat sie ihren Sitz an der Zielstattstraße 6. Das schöne Wirtshaus ist eine Institution in Sendling. Eine Attraktion des Gasthofs war die singende Wirtin Gigi Pfundmair. Sie und ihr Mann Robert hatten den Betrieb 2006 von Gigis Eltern, den Zeilermeiers, übernommen. Aus familiären Gründen wollten sie den Pachtvertrag aber nicht verlängern. Nach 27 Jahren sperrte die Wirtefamilie den Laden zu.

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Jetzt heißt die Kultgaststätte Augustiner Schützengarten. Christian Schretzlmeier, der in Schwabing erfolgreich den Brunnwart betreibt, hat das Sendlinger Traditionswirtshaus für eine knappe halbe Million renoviert. Freilich wird dort künftig Augustiner statt König-Ludwig-Helles ausgeschenkt. Bisher war die Schlossbrauerei Kaltenberg von Prinz Luitpold von Bayern Pächter des Anwesens und hatte an die Zeilermeiers beziehungsweise Pfundmairs unterverpachtet. König-Luwig-Liebhaber müssen dennoch nicht auf dem Trockenen sitzen: Das Weißbier bleibt!

Erfreulich für die Gäste: Der neue Wirt macht das Bier billiger: Das Helle kostet nicht mehr 3,80 Euro, sondern 3,20 Euro. Den Weißbierpreis senkt er von 4,10 Euro auf 3,60 Euro. „Wir wollen Sendling-freundlicher werden“, sagte Schretzlmeier der tz. Der Biergarten bietet 2500 Plätze – und in Zukunft wird weiterhin musiziert: mit Blasmusik und Jazz.

Aus dem ehemaligen „Liebhard’s“ ist das Ayinger Bräustüberl geworden

Neben dem leiblichen Wohl steht in einem echten Bräustüberl  vor allem eins im Vordergrund: das gemütliche Beisammensitzen.Jung oder alt, Einheimische oder Zuagroaste - im Ayinger Bräustüberl sitzen nach bayerischer Tradition alle zusammen“, sagte Franz Inselkammer jun. zur Neueröffnung.

Das ehemalige Liebhard’s, benannt nach dem Ururgroßvater der Inselkammers, Johann Liebhard, wurde 19 Jahre lang bis zum 1. Januar von den Pächtern Walter Pacher und Josef Drexler geführt. Zu den Gründen, das Bräustüberl wieder in eigener Regie zu führen, sagte Inselkammer der tz: „Das Dorfzentrum von Aying ist nicht nur seit Jahrhunderten die Heimat meiner Familie, sondern mit der alten Brauerei, dem Brauereigasthof und dem Herrenhaus der Mittelpunkt unseres Familienbetriebes.“

200 Jahre bayerischer Biergarten

200 Jahre bayerischer Biergarten

 Im Ayinger Bräustüberl sitzen die Gäste wie in einem oberbayerischen Bilderbuchdorf: mitten unter alten Bäumen, neben dem Kirchturm, Maibaum, Pfarrhof, dem Heimatmuseum Sixthof und dem Brauereigasthof. Und das Beste: Keines der Gerichte auf der Speisekarte kostet über zehn Euro! So gibt es den ofenfrischen Schweinsbraten in Dunkelbiersoße mit Kartoffelknödel und Speckkrautsalat für 9,50 Euro, das Tellerfleisch für 9,70 Euro und das Schnitzel für 9,80 Euro. Das Fleisch kommt von Metzgern aus der Umgebung.

Beim Bier kann der Gast ab 17 Uhr traditionelles Jahrhundertbier aus dem Holzfass genießen (3,20 Euro), das Kellerbier kostet 3,10 Euro und der Schnitt beim Ayinger Hell macht 2,30 Euro. Außer Bier gibt es Schnaps aus der Region sowie Hauswein in rot und weiß von Hofstätter in Tramin.

1000 Liter Freibier aus dem Brunnen

Freibier für alle! Zumindest für die, die gestern bis um 14 Uhr am Münchner Bierbrunnen am Brauerhaus am Oskar-von-Miller-Ring vorbeigeschaut haben. Dort sprudelten nämlich wie jedes Jahr zum Tag des Bayerischen Bieres ab 11 Uhr 1000 Liter Gerstensaft für die Münchner heraus.

Angezapft haben der Vize-Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes, Michael Möller, zusammen mit der frisch gewählten Bayerischen Bierkönigin Maria Krieger, der Holledauer Hopfenkönigin Elisabeth Fuß und Angela Inselkammer vom Brauereigasthof Aying, stellvertretend für den Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband.

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