Jetzt soll es ein Mini-Biergarten werden

Münchens ältestes Standl ist gerettet!

André Löwig darf das Standl an der Wittelsbacherbrücke weiterbetreiben.

München - Einen ganzen Sommer lang zitterten die Fans von Münchens ältestem Standl an der Wittelsbacherbrücke. Der Isar-Tränke von 1847 drohte das Aus. Doch jetzt bahnt sich eine Lösung an.

Pächter André Löwig (54) war kurz davor, das Standl Ende Oktober wegen der hohen Auflagen seitens der Stadt zu schließen. Vier mal vier Tische lautete die bisherige Vorgabe. Im August standen aber fünf Bierbank-Garnituren und neun Gartenstühle vor dem Standl, das bereits mehrfach umgebaut worden war. Während der WM sollen noch mehr gewesen sein.

Alleine heuer musste Löwig 650 Euro an Bußgeldern zahlen, darunter je 100 Euro für eine ungenehmigte Regentonne und unerlaubte Blumentöpfe. Löwig legte Einspruch ein: „Was soll ich machen? Wir haben 120 Tage im Jahr geöffnet. Das Geld muss aber für 365 Tage reichen!“ Seine Ankündigung, das Standl zu schließen, löste vor allem bei Facebook eine Protestwelle aus: 1001 Münchner forderten dort den Erhalt. Am Freitag fand nun eine Begehung mit Baureferat und Bezirksausschuss statt – mit dem Ergebnis: „Zukünftig wird das Standl allein auf Grundlage einer gaststättenrechtlichen Erlaubnis betrieben, so dass nunmehr auch der Verkauf von bestimmten Speisen und Getränken zum Verzehr vor Ort gestattet ist.“

Es soll einen Gestattungsvertrag geben, der alle Details regelt. Demnach darf Löwig jetzt so viele Tische aufstellen, wie er mag. Nur seine Toilette muss öffentlich sein. Dafür bekommt das Standl möglicherweise sogar einen Wasseranschluss. Auch die Pacht soll nicht erhöht werden. Ob das Standl nun gerettet ist? „Das hängt davon ab, wie viel Platz mir das Baureferat zugestehen wird.“ Das soll nächste Woche festgelegt werden.

J. Welte

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