Frage zum Wittelsbacher Brunnen

Herr Ude, warum …?

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Die Münchner Brunnen werden Jahr für Jahr winterfest gemacht

München - Münchner Bürger fragen, Oberbürgermeister Christian Ude antwortet. Heute geht's um den Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz.

Frage: Warum ist es plötzlich nicht mehr erlaubt, die Brunnenabdeckung aus Holz, beispielsweise am Wittelsbacher Brunnen, zu betreten?

Martin Pohlenz, per E-Mail

Antwort:

Ich freue mich, dass Sie unsere öffentlichen Plätze als Oasen der Erholung loben. Denn genau das sollen sie sein – Orte fürs Durchatmen und Erholen, miteinander kommunizieren oder einfach um die ersten Tage des Vorfrühlings zu genießen! Der Charme der öffentlichen Plätze prägt unser typisch münchnerisches Lebensgefühl.

Damit das Stadtbild Münchens auch künftig durch Denkmäler oder einen der mehr als 180 stadteigenen Brunnen positiv geprägt werden kann, unterhält und wartet das Baureferat diese städtebaulichen Akzente auch im Winter intensiv und regelmäßig. Dazu gehört, dass Brunnen frostfest abgedeckt werden. Für jede dieser Brunnenabdeckungen bedarf es einer individuellen, statischen Konstruktion. Dabei werden Größe und Neigung berücksichtigt, auch mögliche Schneelasten. Nicht berechnet werden kann jedoch eine Nutzung als „Sonnenliegefläche“: Denn ob sich auf der Brunnenabdeckung nur ein Sonnenhungriger eine ruhige Stunde gönnt, eine Schulklasse darauf herumklettert oder sich gar eine Fangruppe „anheizt“ - all diese denkbaren Varianten würden statisch und technisch einen weitaus höheren Aufwand nötig machen.

Ein weiterer Aspekt: Wo Brunnenabdeckungen bislang auf diese Weise genutzt wurden, zeugen vielerlei Schäden davon. Die Stadt muss also aus Gründen der Sicherheit darauf bestehen, dass die Brunnenabdeckungen nicht betreten werden. Diese Reglementierung ist – wie andere, die der Gesundheit und der Sicherheit dienen – jedoch nicht neu. Seit Herbst 2011 machen an einigen Brunnenplätzen allerdings größere Schilder mit einem Piktrogramm auf das Verbot aufmerksam. Mein persönlicher Rat dazu lautet: Wo ein Brunnen ist, ist meist auch eine Bank oder eine andere Sitz- und Liegefläche.

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