In der Innenstadt

Am Wochenende wird Stadtgründungsfest gefeiert

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Zum Stadtgründungsfest am Wochenende ist in der ganzen Innenstadt ein buntes programmgeboten.

München - Wie feiert man seinen 857. Geburtstag standesgemäß? Zum Stadtgründungsfest hat sich die Stadt auch heuer wieder einiges einfallen lassen. Am 13. und 14. Juni gibt's ein großes internationales Fest in der Altstadt. Das Motto: "München tanzt rundumadum"

Los geht's offiziell am Samstag um 11.10 Uhr: Oberbürgermeister Dieter Reiter eröffnet das 857. Stadtgründungsfest. Mit dabei ist die Gemeinschaft der Narrhalla, Mitglieder der Alten Münchner Stadtwache und Böllerschützen. Schon ab 10 Uhr spielt die Blaskappelle Kaiserschmarrn.

Das musikalisch Zentrum des Stadtgründungsfests ist am Marienplatz: Auf der großen Bühne wechseln sich traditionelle Blechbläser mit Countrysound ab, Afro Dance trifft auf türkische Volkstänze. Am Samstag zeigen Nachwuchsmusiker beim „Musikalischen Klassenzimmer“, ihr Können. Danach beginnt das „Tanzvergnügen am Marienplatz“, von Lindy Hop bis Tango und Zumba. Die Black Bottom Skiffle Group spielt Countrymusik, zum Abschluss gibt die Högl Fun Band schon mal einen Vorgeschmack auf die Wiesn.

Traditionelles am Sonntag

Am Sonntagvormittag startet das Fest mit einer Premiere: Um 11.30 Uhr werden die Gewinner der ersten Wiesnverlosung bekannt gegeben: 20 Plätze in der Rathausboxe gehen zum Oktoberfest-Anstich exklusiv an Münchner.

Zur Mittagszeit lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zum „Gebet für ein buntes München“ ein. Danach steht das Programm „Europa tanzt“ an. Internationale und bayerische Volkstanzensembles, die alle in München beheimatet sind, zeigen ihr Können. Mit dabei ist der Verein Isargau mit einem traditionell-bayerischen Auftritt in Trachten, die Folkloretanzgruppe Gajda bringt dagegen authentische Balkantänze auf die Bühne.

Zum Abschluss sitzt man am Marienplatz noch „Ganz münchnerisch beinand“. bei bayerischen Liedern und Couplets unter anderem mit Veronika von Quast oder den Wellküren.

Handwerkerdorf und Trachtenmarkt: Was sonst noch geboten ist

Wer sich interessiert, wie ein Goldschmied, Glaser oder Dachdecker arbeitet, der sollte im Handwerkerdorf am Odeonsplatz vorbeischauen. Rund 20 Innungen stellen sich hier vor und gewähren Einblicke in ihre Arbeit. Weil das Handwerkerdorf 30-jähriges Jubiläum feiert, gibt es für alle Besucher eine kleine kostenlose Überraschung.

Am Sonntag findet um 18 Uhr ein Wettnageln statt, bei dem sich herausstellt, welche Handwerksinnung am besten mit Hammer und Nagel umgehen kann. Auch das musikalische Programm lässt nichts zu wünschen übrig: Von Jazz bis Rock’n’Roll und Blasmusik ist auf der Bühne einiges geboten.

Rund um die Wein-, Theatiner-, Residenz- und Schrammerstraße spielt das Kunsthandwerk eine zentrale Rolle. Hier zeigen über 160 Kunsthandwerker aus München ihre schönsten Arbeiten. Beim Trachtenmarkt in der Rosenstraße zeigen Handspinner und Hirschhornschnitzer zeigen ihre Fingerfertigkeiten und natürlich kann man nicht nur zuschauen, sondern die Sachen auch kaufen.

Am Sonntag gibt es zudem eine Schnitzeljagd durch die Münchner Altstadt und Freunde des Volkstanzes dürfen sich bei einem gepflegten Abendtanzl versuchen.

Auf dem Rindermarkt  geht es irisch-bayerisch zu. Irische und bayerische Bands teilen sich am Samstag und Sonntag jeweils ab 11 Uhr bis zum Festende die Bühne.

Mitmachen heißt es bei den Tanzkursen zur schwungvollen Münchner Francaise. Im altehrwürdigen Saal des Alten Rathauses lädt Tanzmeisterin Katharina Mayer ein, die Schritte aufzufrischen oder neu zu lernen. Dazu spielt das Münchner Salonorchester auf. In zwei Kursen am Samstag von 14-15.30 Uhr und 16-17.30 Uhr kann jeder, der Lust hat, vorbeischauen, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Hinter dem Rathaus gibt es an der Weinstraße/Ecke Landschaftsstraße an beiden Tagen einen Ort für bairische Volksmusik - zum "Miteinander singen und tanzen". Zu jeder vollen Stunde von 12-18 Uhr ruft die Wastl Fanderl Schule zum Mitsingen von Jodlern und Liedern auf - und zu jeder vollen halbe Stunde ist gemeinsamer Tanz angesagt. Am Sonntag heißt es von 14-15 Uhr "Sing ma moi a Liadl", hier kann jedes Kind zu bayerischen Kinderliedern tanzen.

Programm für die Kleinen gibt's auch

Am Marienhof wartet ein Ritterlager, bei dem man das Mittelalter mit Schaukämpfen und Führungen durch die Zeltstadt erleben kann. Im Alten Hof geht es ebenfalls geschichtsträchtig zu: Hier können die jungen Leute bei jeder Menge Spiele und Mitmachaktionen erfahren, wie das Leben in München anno dazumal aussah. Bei „Wer brachte die Stadt in tiefe Not?“ dürfen kleine Detektive einen historischen Kriminalfall aus dem Jahr 1632 aufklären.

Am Marienplatz macht eine Original Pferdetrambahn Halt, die über den Alten Hof, die Dienerstraße und den Hofgraben fährt. Wenn Kinder ihre Geschicklichkeit testen wollen, dann sollten sie sich am Sonntag am Kletterturm am Marienplatz versuchen oder in der Hüpfburg herumtollen.

Lesen Sie hier: Aufstand gegen verkaufsoffenen Sonntag zum Stadtgründungsfest

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