Neuer Bericht

Wohn-Wahnsinn in München: Mieten seit 2005 um 50 Prozent gestiegen

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Sie steigen und steigen - und noch immer ist kein Ende in Sicht. Es geht um die Mieten in München, ein leidiges Thema für Einwohner. Eine neue Erhebung zeigt das drastische Ausmaß des Anstiegs.

Es bleibt dabei: Wohnen in München wird immer mehr zum Luxusgut. Die Mieten sind seit 2005 um 50 Prozent im Neubau beziehungsweise 51 Prozent im Bestand angestiegen. Der Kauf von Eigentumswohnungen ist sogar im Durchschnitt mehr als doppelt so teuer wie 2005. Dies geht aus dem neuesten Stadtmarktbericht des Immobiliendienstleisters PlanetHome hervor.

Der in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut bulwiengesa AG entstandene Report belegt, dass Immobilienverkäufer derzeit in München Preise von bis zu 13 000 Euro pro Quadratmeter im Neubau erzielen, im Schnitt sind es 7300 Euro. Bei verkauften Bestandsobjekten liegt der Quadratmeterpreis bei bis zu 9500 Euro, der Durchschnitt bei 5900 Euro. Im Jahr 2015 kostete eine Eigentumswohnung im Mittel 430.000 Euro.

Die durchschnittliche Kaltmiete für Neubauwohnungen beträgt dem Report zufolge 17,00 Euro pro Quadratmeter, bei Bestandsobjekten liegt sie bei 14,60 Euro. Aus Sicht der Mieter und Immobilienkäufer dürfte sich die Lage auch in den kommenden Jahren nicht entspannen. „Nach wie vor ist der Immobilienmarkt München von hoher Nachfrage und knappem Wohnraumangebot geprägt. Der Standort boomt, das hohe Preisniveau ist vor allem für Immobilienverkäufer interessant“, erklärt Laurenz Breyer, Bereichsleiter bei PlanetHome.

(Lesen Sie hier unseren Bericht von April 2017: Der neue offizielle Münchner Mietspiegel - und unser eigener.)

So viel kostet das Eigenheim in München

Im Eigenheimsegment müssen für ein Reihenhaus im Bestand durchschnittlich 720 000 Euro und für ein freistehendes Einfamilienhaus 1,2 Millionen Euro aufgebracht werden. Auch hier sind die Preise seit 2005 um mehr als das Doppelte angestiegen. Der Report kommt zu dem Ergebnis: „Wohneigentum in München zu erwerben, ist in Bezug auf die Einkommen vor Ort deutlich teurer als in vergleichbaren Städten.“ So musste 2016 in München laut PlanetHome durchschnittlich das 14,6-Fache des jährlich verfügbaren Einkommens in Wohneigentum investiert werden, während in den Vergleichsstädten das 10,2-Fache ausreichte. Wohnimmobilienpreise in München sind von 2007 bis 2016 pro Jahr um 6,7 Prozent gestiegen, während das durchschnittliche Inflationsniveau bei 1,36 Prozent lag. Wer sich eine Immobilie leisten kann, für den ist diese eine gute Kapitalanlage. Der Report prognostiziert eine sehr positive Wertentwicklung.

Als exklusive Wohnlagen gelten in München Altbogenhausen/Herzogpark, Altstadt-Lehel, Englischer Garten und Nymphenburg. Teure Lagen sind die Bezirke Haidhausen/Au, Harlaching, Ludwigsvorstadt, Neuhausen, Schwabing/Maxvorstadt und Solln. München hat derzeit 55 Prozent Single-Haushalte, im bayerischen Durchschnitt sind es 40 Prozent. Laut dem Stadtmarktbericht wurden 2016 in München etwa 5830 Wohnungen gebaut, davon rund 86 Prozent in Mehrfamilienhäusern.

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