Wohngebiet Freiham nimmt Gestalt an

Noch immer wird Freiham, der künftige Stadtteil im Westen, mit Freimann, dem alten Viertel im Norden, verwechselt, aber das kommt immer seltener vor.

Ein Konzept für die geplante Bebauung oberhalb der Bodenseestraße. Der Stadtrat legt nächste Woche die Gestaltungs-Eckdaten fest.

Freiham Süd, das Gewerbegebiet, ist zur Hälfte schon bebaut oder vergeben. Prominenteste Siedler sind die Riesen Möbel Höffner und Baumarkt Hornbach, aber auch mittelständische Betriebe sind vertreten.

Nächste Woche überspringt der Stadtrat die Bahnlinie: Er befasst sich mit der Gestaltung der S-Bahnhaltestelle, die Ende 2010 in Betrieb gehen soll, und mit den Vorgaben für das gleich nördlich davon situierte Stadtteilzentrum.

Eine Herausforderung für Planungsreferentin Elisabeth Merk und ihre Leute sowie das Kommunalreferat (das die Flächen vermarktet) ist bei dem gigantischen Projekt die zeitliche Koordination seiner Bestandteile: Die ersten der rund 7500 Bewohner des ersten Wohnabschnitts sollen eingezogen sein, wenn Ende 2012 das Einkaufszentrum am S-Bahnhof seine Pforten öffnet. Der Eckdatenbeschluss fürs Stadtteilzentrum ist für diesen September vorgesehen. Nächste Woche werden die Stadträte die Eckdaten auch für den Wohnbereich „W1“ festklopfen. Vorgesehen sind verschiedene Formen vom Geschosswohnungsbau über Stadthäuser zum Einfamilienhaus. Freistehende Einfamilienhäuser kann sich Planer Thomas Rehn weniger vorstellen als Reihen- oder Kettenhäuser, sie sind eher mit dem nachhaltigen und ressourcenschonenden Energiekonzept zu vereinbaren.

Das wird derzeit noch ausgearbeitet. Für die Grundenergieversorgung werden die Stadtwerke im nahe der S-Bahn geplanten Kraftwerk die Tiefengeothermie nutzen. Ein Fernwärmenetz soll Freiham Nord und Süd Energie für Heizung und Warmwasser bringen.

Wichtig ist den Planern einerseits, dass sich die künftigen Bewohner mit ihrem Stadtteil und auch mit ihrem speziellen Wohnquartier identifizieren, aber auch die Verknüpfung von Freiham mit dem angrenzenden Neuaubing. Elisabeth Merk: „Auch die Menschen dort sollen von Freiham profitieren.“

Zwischen beiden liegt eine breite „Grünfuge“, und ein noch breiterer Grünzug wird Freiham westlich zum Autobahnring hin abrunden.

bw.

Quelle: tz

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