Studie bestätigt

Wohnungssuche: Lage für Studenten in München am schlimmsten

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Viele Studenten möchten eine Münchner Uni besuchen - und brauchen deshalb eine Wohnung in der Landeshauptstadt.

München - Nächste Woche beginnt das Wintersemester an den Münchner Unis. Zehntausende Studenten strömen dann in die Landeshauptstadt. Wieder stellt sich die Frage, die immer drängender wird: Wo sollen sie alle wohnen?

Der Wohnraum in der Stadt ist knapp, die Preise explodieren. Und auch die Wohnheime sind proppenvoll. Für die zukünftigen Manager, Ärzte und Anwälte beginnt jetzt schon ihre härteste Prüfung: der Kampf um ein Zimmer in München! Wie schwer das ist, hat jetzt auch eine Studie bestätigt.

Insgesamt 91 Hochschulstandorte hat das Moses Mendelssohn Institut im Auftrag des Immobilien­entwicklers GBI bundesweit untersucht. Das Ergebnis der Forscher: In der Mehrheit der Unistädte hat sich die Wohnsituation im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Am allerschlimmsten ist die Lage in München: Hier kostet ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft, der unter Studenten beliebtesten Wohnform, im Schnitt 560 Euro – der bundesweite Schnitt liegt bei 349 Euro, 19 Euro mehr als im Vorjahr. Im Osten ist es mit 262 Euro günstiger, aber auch weniger gefragt.

„Seit 2013 stieg der Anspannungsindex deutschlandweit kontinuierlich an, deutlich überdurchschnittlich dabei in großen Metropolen und international anerkannten Universitätsstädten“, erklärte MMI-Direktor Stefan Brauckmann. Er hat Faktoren wie Mietpreise, Entwicklung der Studentenzahlen und Altersstruktur der Bewohner einfließen lassen und so einen Index entwickelt, der detailliert zeigt, wie heftig die Situation ist. Ergebnis: München „führt“ mit 79 von 100 Punkten, es folgen Frankfurt (77,5), Köln (76), Hamburg (74) und Stuttgart (73).

115.090 Studenten haben sich im Wintersemester an den Münchner Unis eingeschrieben – nur jeder Zehnte lebt im Wohnheim. Der Rest sucht auf dem freien Markt. Mit anderen Worten: Die Studenten rennen uns die Bude ein! Auch, weil München als Uni-Standort immer interessanter für internationale Studenten wird: 18.769 sind es aktuell. Im Gegensatz zu Einheimischen können sie aber nicht bei Familie oder Verwandten wohnen – ein Modell, das viele Bayern nutzen. Für alle neuen Studenten gilt: Nur, wer hartnäckig bleibt, wird am Ende Glück haben.

Hannah sucht noch

Eine Wohnung mit ihrem Freund Franz: Danach sucht Master-Studentin Hannah (26) seit einem Jahr. „Wir waren bei mehr als 20 Besichtigungen“, sagt die gebürtige Münchnerin. Bisher hatte sie kein Glück – bei den Terminen kamen oft bis zu 30 Konkurrenten. 1000 Euro Warmmiete, dazu ein Balkon: Davon träumt Hannah. „Aber wir haben unsere Ansprüche mittlerweile runtergefahren.“ Aktuell wohnt sie am Partnachplatz in einer WG …

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