Wucher-Zwillinge nehmen Senioren aus

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Die Maler stellten für schlampige Arbeit eine dreifach überhöhte Rechnung (Symbolfoto)

München - Ihre Gesichter sind zum Verwechseln ähnlich: Martin und Herbert L. sind Zwillinge. Beide sind Maler. Gemeinsam mussten die 62-Jährigen auf der Anklagebank Platz nehmen – wegen Wuchers!

Wenn die Auftragslage schlecht ist, gehen die Brüder Klingeln putzen. Bei den Eheleuten Erich (87) und Edeltraud K. (82) hatte Martin L. Erfolg. Obwohl deren Haus bereits einige Jahre zuvor von den Angeklagten gestrichen worden war, ließen sich die betragten Leute den Anstrich mit einer „wärmedämmenden Farbe“ aufschwatzen. 11 500 Euro seien ein „besonders günstiges Angebot“.

Die Wahrheit, so die Anklage: „Sämtliche Arbeiten wurden nicht fachgerecht durch­geführt.“ Die Angeklagten hätten „bewusst den Mangel an Urteilsvermögen der Eheleute“ ausgenutzt. Nach Ansicht eines Gutachters waren die Malerarbeiten höchstens 3237 Euro wert.

Die Angeklagten versuchten sich herauszureden. Der dreifach vorbestrafte Martin L. erhielt ein Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung. Herbert („Für Preisgestaltung nicht zuständig“) wurde zu neun Monaten verurteilt.

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