Parallelen zum Isar-Mord

Würger wird zur Speichelprobe gezwungen

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Hier kam es zu der Würge-Attacke

München - Der Würger vom Schlosskanal verweigert die Speichelprobe. Jetzt soll er gezwungen werden. Die Ermittler sehen Parallelen zum Isar-Mord.

Weigert er sich grundsätzlich oder hat er tatsächlich einen triftigen Grund, die Wahrheit zu verbergen? Wegen der auffälligen Parallelen zum noch nicht geklärten Isar-Mord versucht die Soko Cornelius seit nunmehr einer Woche, eine DNA-Probe vom Schlosskanal-Würger Marko T. (33, Name geändert) zu bekommen. Doch der weigert sich trotz eines bereits ergangenen Amtsgerichts-Beschlusses vehement, eine Speichelprobe abzugeben.

Jetzt muss ein weiterer Beschluss des Verwaltungsgerichtes her, um Marko T. unter Androhung eines Bußgeldes und notfalls auch unter Zwang zur Abgabe der DNA-Probe zu bringen. Der unter Betreuung stehende, psychisch auffällige und wegen gefährlicher Körperverletzung bereits vorbestrafte Marko T. hatte am 11. August am Nymphenburger Schlosskanal einen Iraker und dessen Freundin aus unerfindlichen Gründen verfolgt und belästigt. Als sich der Iraker das verbat, ließ Marko T. wütend in voller Fahrt sein Fahrrad fallen und versuchte, den überraschten Mann mit dem Fahrradschloss zu erdrosseln. Seitdem sitzt T. wieder wviegen gefährlicher Körperverletzung in U-Haft.

Mit der gleichen unerklärlichen Aggression griff am Abend des 28. Mai der bislang unbekannte Isar-Mörder auch den italienischen Ingenieur Domenico L. († 31) und dessen Freundin an. Nahe der Corneliusbrücke an der Isar spuckte er ohne jeden Grund die Freundin an, als sie an ihm vorbeiradelte. Als Domenico ihn dafür zur Rede stellen wollte, stieß er ihm ein Messer in die Brust und floh unerkannt. Der Ingenieur verblutete innerhalb kürzester Zeit. Seitdem jagen 30 Beamte der Soko Cornelius den Mörder.

Dorita Plange

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