tz hakt bei Metzger nach

Was wurde aus der Pferdefleisch-Aufregung?

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Kaspar Wörle

München - Kaspar Wörle (53) ist der Pferdemetzger am Viktualienmarkt. Die tz fragte bei ihm nach, wie seine Situation jetzt - eine Jahr nach dem Lebensmittelskandal - jetzt ist.

Herr Wörle, vor gut einem Jahr gab es große Aufregung, als in zahlreichen Fertigprodukten nicht deklariertes Pferdefleisch gefunden wurde. Dadurch wurden viele Leute erst auf Pferdefleisch als Nahrungsmittel aufmerksam, Sie hatten großen Kundenzulauf. Und, wia schaut’s jetzt aus?

Wörle: Insgesamt hat sich die Aufregung natürlich gelegt. Das war aber auch zu erwarten. Wir haben das Phänomen schon bei der BSE-Seuche erlebt. Da haben uns die Leute auch kurzzeitig die Tür eingerannt, weil sie nach Alternativen zu Rindfleisch gesucht haben, nach einiger Zeit aber hat sich das dann wieder beruhigt. Was aber auffällt: Dass seit der Sache damals viele neue Kunden bei uns geblieben sind.

Was ist denn das Besondere am Pferdefleisch?

Wörle: Unsere Pferde werden nicht fürs Schlachten gezüchtet, sie wachsen nicht in Mastbetrieben auf, sind frei von Hormonen und Medikamenten. Außerdem ist Pferdefleisch fettärmer.

Vor einem Jahr sagten Sie, Sie hätten Probleme mit dem Nachschub, kämen mit dem Schlachten kaum noch hinterher. Ist das immer noch so?

Wörle: So schlimm ist es mittlerweile nicht mehr. Wir bekommen regelmäßig Pferde von Besitzern, die ihre Tiere sonst einschläfern lassen würden.

Florian Kinast

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