X-Games: München ab 2013 Austragungsort

München - München ist ab 2013 für drei Jahre einer von drei neuen Austragungsorten der X-Games. Das teilten die Organisatoren des „Olympia“ der Action- und Fun-Sportler am Dienstag mit.

Aus den Winterspielen 2018 in München wurde nichts. Stattdessen kommen jetzt die X-Games an die Isar – eine Art Olympia für Trend- und Actionsportler. Drei Jahre lang wird der Olympiapark damit zur Bühne für BMX, Skateboard und Co, wie der Münchner Merkur berichtet.

Bei den X-Games messen sich die Besten der Welt, dieser Punkt zumindest verbindet die X-Games mit Olympia. Ansonsten sind die Spiele der Action-sportler anders: Nationalhymnen? Gibt es nicht, dafür dröhnen Rock und HipHop aus den Boxen. Eröffnungsfeier? Fehlanzeige. Qualifikation? Feste Normen wie bei Olympia gelten ebenfalls nicht. Die Sportler werden eingeladen – von einem Fernsehsender.

Die X-Games gelten als das größte Actionsport-Spektakel der Welt. Gestern Nachmittag um 16 Uhr gab der US-Fernsehsender ESPN bekannt, dass dieses von 2013 bis 2015 im Münchner Olympiapark stattfinden wird. Mehr als 200 der weltbesten Actionsportler sollen hier antreten in den Sportarten BMX, Skateboard, Motocross und Mountainbike. Der Olympiapark rechnet pro Jahr mit insgesamt 100 000 Besuchern an den vier Veranstaltungstagen jeweils Ende Juni und mit Werbeeffekten durch Live-Übertragung in 192 Länder. Die Vier-Tage-Veranstaltung der X-Games 2011 verfolgten immerhin weltweit mehr als 300 Millionen Menschen.

Geplant ist im Einzelnen das: Im Olympiastadion soll es einen großen Eventbereich für Skateboard und BMX geben. In der Olympiahalle werden die Motocross-Fahrer waghalsige Sprünge machen. Der Coubertinplatz ist ebenfalls mit in der Planung. Auf einer Rampe im Olympiasee sollen Skateboarder ihre Kunststücke vorführen. Insgesamt sind 15 Disziplinen in vier Sportarten vorgesehen.

Rund 150 000 Euro hat sich der Olympiapark die Bewerbung für die X-Games kosten lassen – im Vergleich zum vergeblichen Versuch, die Winterspiele 2018 zu ergattern ein Schnäppchen. Damals mussten Sponsoren und die öffentliche Hand insgesamt rund 30 Millionen aufbringen. Allerdings sind auch die Veranstaltung und das Budget deutlich kleiner: 3,3 Millionen sollen die X-Games kosten. Der Olympiapark hofft, das Geld vor allem durch Sponsoring und Ticketverkauf hereinzubringen und zumindest plus/minus null abzuschließen.

Matthias Kristlbauer

Auch interessant

Meistgelesen

Neue Großmarkthalle wird 40 Millionen teurer
Neue Großmarkthalle wird 40 Millionen teurer
Bewährung für Todes-Schubser, Haft für Maxvorstadt-Schützen
Bewährung für Todes-Schubser, Haft für Maxvorstadt-Schützen
Reiter und Herrmann verteidigen zweite Stammstrecke gegen 650 Gegner
Reiter und Herrmann verteidigen zweite Stammstrecke gegen 650 Gegner
An die ignoranten Münchner, die ihre Hunde frei laufen lassen
An die ignoranten Münchner, die ihre Hunde frei laufen lassen

Kommentare