Anwälte prüfen ESPN-Entscheidung

Das Aus für die X-Games in München

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Die X-Games in München sind Geschichte.

München - Die Sommer-X-Games werden 2014 nicht wie geplant nach München zurückkehren. Grund dafür sind die schlechten wirtschaftlichen Zahlen des Events.

Aus und vorbei! Die X Games München haben ihr Ende gefunden, bevor sie so richtig beginnen konnten. Veranstalter und Rechteinhaber ESPN teilte am Donnerstag mit, dass man sich aus wirtschaftlichen Gründen zukünftig auf die Austragungen in Aspen und Austin, und somit auf den Kernmarkt in den USA konzentrieren wolle. München bleibt damit ebenso auf der Strecke wie Barcelona (Spanien), Foz do Iguaçu (Brasilien) und Tignes (Frankreich).

Für den Olympiapark kam die Nachricht wie aus dem Nichts. Geschäftsführer Frank Seipp wurde am Telefon kurz und knapp informiert. Hire and fire (englisch: Heuern und Feuern) – typisch amerikanisch, so sei ESPN eben. Am Wochenanfang hatten Mitarbeiter noch mit der operativen Ebene von ESPN über die Veranstaltung 2014 gesprochen.

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Olympiaparkchef Ralph Huber war „völlig überrascht“ von der Absage, es war für ihn „in keiner Weise absehbar“. Eigentlich hätten die X Games auch 2014 und 2015 in München stattfinden sollen. Die Premiere im Juni war sicher noch nicht perfekt, aber durchaus Erfolg versprechend. Immerhin zählten die X Games an vier Tagen 70 000 zahlende Besucher, nimmt man das kostenfreie X-Fest dazu, waren es sogar 119 000. Für Huber „ein großer Erfolg, trotz widriger Witterungsumstände“.

Die ESPN-Begründung ist aus der Sicht des Olympiaparks nicht nachvollziehbar. Anwälte prüfen jetzt die rechtliche Situation. „Ein Rechtsstreit wäre sicher nicht schön. Aber wir werden einige Anforderungen an ESPN stellen. Insgesamt ist die Situation sehr bitter, wir hatten große Hoffnung in dieses Event“, so ein Olympiapark-Sprecher gegenüber der tz.

M. Müller

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