Y'akoto und Asa: Tanzt, sonst sind wir verloren

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Y'akoto sorgte gemeinsam mit Asa für Verzückung in der Muffathalle.

München - Y'akoto und Asa verzaubern die Muffathalle, die beiden Grazien mit afrikanischen Wurzeln passen zusammen wie die Faust aufs Auge. Den Anfang macht Y'akoto: souverän, leuchtend, extrovertiert. Und dann kommt Asa ...

Schwarz-weiß gestreift wie ein Zebra tanzte Y'akoto am Donnerstagabend barfuss in bester Joss-Stone-Manier über die Bühne der Muffathalle. Sie trat als Vorband der großen Asa auf, offenbarte aber selbst schon Entertainer-Qualitäten. Arte bezeichnet sie schon als „neuen deutschen Soulstar“.

Die 23-Jährige ist in Hamburg geboren, aufgewachsen allerdings in Ghana mit Zwischenstopps in Kamerun, Togo und dem Tschad. Y'akoto ist eine wahre Kosmopolitin und das zeigt sich auch in ihren Songs und ihrem Auftreten. Sie spricht von Liebe, aber auch von Hass. Rettung erhofft sie sich durch positive Energie und das Tanzen - frei nach Pina Bausch

„Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren“. Y'akoto singt, predigt und schwingt die Hüften. Die Interaktion mit dem Publikum funktioniert schon beachtlich gut: „Talk to me, and i talk to you“, trällert sie und wird gehört. Ihr Debüt-Album Baby Blues klingt oft sanft und soulig, live kehrt durch ihre extrovertierte Art aber keinesfalls Langeweile ein.

Ebenso wie bei Asa, die im Anschluss das Publikum begeisterte. Die französisch-nigerianische Sängerin und Songschreiberin mit der großen Nerd-Brille fand schnell ihren Rhythmus. Ihre Bandbreite ist schier unglaublich. Funk, Pop, Reggae, Jazz, Folk und Soul - Asa vereint alles und das mit viel positiver Energie. Ihr Auftritt ist rasant, laut, pulsierend und zugleich aber auch ruhig, entspannt und leise. Wer Asa sieht und hört. lässt sich von ihr entführen und begibt sich in die Asa-Welt. Im Song So Beautiful bedankt sich Asa bei ihrer Mutter, „einer wundervollen Frau“.

Und auch wir bedanken uns bei Mama-Asa - für ihre bezaubernde Tochter, die allen Fans und Zuhörern für zwei Stunden ein Lächeln ins Gesicht zaubert und ihre Herzen tanzen lässt. Neben den Herzen tanzen aber auch die Füße und das ist auch gut so, wir sind zum Glück also noch nicht verloren.

Mathias Müller

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