Blockierte Balkanroute macht sich bemerkbar

Zahl der Flüchtlings-Ankünfte stark zurückgegangen

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In den Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge bleiben immer öfter Betten frei.

München - Die Blockade der Balkanroute durch die mazedonischen Regierung macht sich zu nehmend in Münchens Flüchtlings-Unterkünften bemerkbar.

Während im Januar der Stadt jede Woche 654 Flüchtlinge zugewiesen wurden, sind es derzeit noch 393, die untergebracht werden müssen. Ab kommender Woche wurden nur 152 Neuankömmlinge für die Landeshauptstadt prognostiziert.

Für die Stadt heißt das aber noch lange nicht, dass jetzt reihenweise die Betten in den Heimen leer stehen. Derzeit beherbergt das Sozialreferat 5700 Flüchtlinge in seinen dezentralen Unterkünften. Dazu kommen rund 5000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die das Jugendamt betreut. Zählt man noch die Erstaufnahme-Einrichtungen der Regierung von Oberbayern hinzu, gibt es derzeit 13.700 Flüchtlinge in München. Allerdings macht sich die geschlossene Balkanroute bei den Erstaufnahme-Einrichtungen bemerkbar: Am 1. März waren dort von den rund 9500 Plätzen in ganz Oberbayern nur noch knapp 5000 belegt! An die 20 Notaufnahmeeinrichtungen mit 1785 Plätzen wurden geschlossen, vor allem Turnhallen.

Auch bei der Landeshauptstadt sieht man noch keinen Grund, die Planungen für Flüchtlingsheime zu stoppen. „Es gibt Unterkünfte, die von vorne herein auf Zeit angelegt waren, etwa im Olympiastadion“, so ein Sprecher. Auch viele Leichtbauhallen stünden nur begrenzte Zeit. Die Stadt hält wie die Regierung Kapazitäten für unvorhergesehene Fälle frei. Niemand weiß, wie sich die Situation entwickelt. Trotz der massiv zurückgegangenen Flüchtlingsankünfte kontrolliert die Bundespolizei weiterhin den Einreiseverkehr an de Grenze. In Kufstein krachte es mehrfach im Rückstau. Pünktlich zu den Osterferien wurde eine zweite Kontrollspur eingerichtet, Montag gab es dort keinen Stau.

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