Münchner Event im Dunkeln

22.000 Entdecker in 90 Häusern: Das bot die „Lange Nacht der Museen“

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Magisch illuminiert: Blick in die Ludwigskirche mit einer Licht-Installation.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war eine Menge los in München. 22.000 Interessierte nutzten die „Lange Nacht der Museen“, um sich zu informieren und unterhalten zu lassen.

München - Richtig rund ging es am Samstag in der Glyptothek - und das bis spät in die Nacht. Wo sonst kann man schließlich so geballt die edlen Gesichter der Antike bewundern - noch dazu, wenn ein paar so richtig lebensecht wirken? Denn zwischen weiß glänzendem Marmor standen zur Feier des Tages auch lebensecht gestaltete Büsten. Und das war nur eines von vielen Angeboten: Die „Lange Nacht der Museen“ am Samstag war ein grenzensprengendes Event.

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Rund 90 Häuser waren mit von der Partie und lockten rund 22.000 Neugierige an. Die konnten für 15 Euro nach Lust und Laune in den beteiligten Museen, Kirchen, Hotels (Mariandl) stöbern, staunen, große Augen machen. Viele nutzten die Gelegenheit, um mal wieder eines der „großen“ Häuser zu besuchen. Laut Staatsgemäldesammlungen landete über die Hälfte der Kultur-Nachtschwärmer in der Pinakothek der Moderne, der Neuen Pinakothek und dem Museum Brandhorst. Ganz genau waren es 12.039 Gäste.

Staunen in der Glyptothek bei der „Langen Nacht der Museen“: Besucher bewundern einen sehr lebensechten Kaiser Hadrian, der an der Bayerischen Theaterakademie entstanden ist.

Wittelsbacherplatz diesmal als Knotenpunkt

Knotenpunkt war diesmal nicht der Odeonsplatz, sondern der Wittelsbacherplatz ein paar Schritte weiter. Hier gab es den zentralen Servicepoint, von hier aus starteten Tausende mit dem Faltplan in die Nacht. Wer nach Torschluss um 2 Uhr morgens noch immer nicht genug hatte, kam mit dem Ticket auch in den Bayerischen Hof und konnte das Erlebte noch ausgiebig beratschen, begießen und seiner Stimmung in Tanzschritten Ausdruck verleihen.

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Mit dabei war auch das im Februar eröffnete MUCA (Museum of Urban and Contemporary Art) an der Hotterstraße. Eine gelungene Werbung für alle Häuser war die Lange Nacht auf jeden Fall. Vielleicht schaut ja der eine oder andere auch unterm Jahr mal wieder vorbei.

Heiß begehrt: eine Fahrt in einem der zahlreichen Oldtimer, hier vorm Verkehrsmuseum.

Matthias Bieber

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