Schmidbauer als Ziercke-Nachfolger?

Münchner Polizeipräsident soll BKA-Chef werden

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Wilhelm Schmidbauer.

Berlin - Für den scheidenden Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, ist offenbar ein Nachfolger gefunden. Der Polizeipräsident von München, Wilhelm Schmidbauer, solle Anfang 2013 an die BKA-Spitze rücken.

Es ist das Gerücht des Sommers: Der Münchner Polizeipräsident Professor Wilhelm Schmidbauer soll angeblich neuer Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) werden. Das berichtete Michael Bröcker, der Berliner Büroleiter der Rheinischen Post. Schmidbauer, der 54-jährige Jurist und Rechtswissenschaftler mit Lehrauftrag an der Universität in Regensburg, gilt angeblich sogar als Favorit des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU). Der Wechsel an der Spitze des Bundeskriminalamtes mit Sitz in Wiesbaden und Meckenheim steht laut Bröcker zum Jahreswechsel an. Da geht der amtierende Präsident Jörg Ziercke mit 65 Jahren in den Ruhestand. Er leitet das BKA seit 2004.

Amüsiert nahm man in München zur Kenntnis, wie Wilhelm Schmidbauer in Polit- und Sicherheitskreisen eingeschätzt wird. Dort gilt Schmidbauer laut Rheinischer Post als „durchsetzungsstark, aber eigenwillig.“ Schmidbauer selbst ließ am Donnerstag über seinen Pressesprecher Wolfgang Wenger ausrichten: „Es handelt sich um reine Spekulationen, an denen ich mich nicht beteiligen möchte.“

Schmidbauer leitet das Münchner Polizeipräsidium seit März 2003. Er kam damals direkt aus dem Innenministerium, wo er zuletzt Leiter des Sachgebiets Einsatz und als Leitender Ministerialrat auch Vizechef der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung war. Seitdem zieht er eher im Hintergrund die Fäden. Er geriet massiv in die Kritik, als bekannt wurde, dass er sich im Jahr 2007 mit dem Sohn des getöteteten, früheren libyschen Diktators Muammar al Gaddafi zum Abendessen im Bayerischen Hof getroffen hatte. Die Rechnung hatte die libysche Botschaft beglichen.

Dorita Plange

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