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Zeitungsdieb (86) wird rabiat - Kontrolleur verprügelt

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Georgi M. muss eine Geldstrafe von 500 Euro bezahlen. © Unfried

München - Mit seinen 86 Jahren ist Georgi M. noch ganz schön fit: Erst klaute er eine Zeitung, dann verprügelte er einen Kontrolleur. Schließlich mussten ihn vier Polizisten bändigen, weil er heftigen Widerstand leistete.

Mittwoch musste sich der rabiate Rentner vor dem Schöffengericht verantworten. Am schwersten wog in der Anklage der räuberische Diebstahl: Wer seine Diebesbeute mit Gewalt verteidigt, wird laut Gesetzes wie ein Räuber bestraft.

Als Georgi M. am 20. Dezember 2011 in der Neuherbergstraße von Kontrolleur Günter B. (49) beim Klauen einer Zeitung (Kaufpreis: 60 Cent)erwischt wurde, schlug der Rentner erst einmal mit seiner Einkaufstasche zu und verpasste dem 49-Jährigen noch einen schmerzhaften Schlag in die Rippen. Die alarmierte Polizei stellte den 86-Jährigen später in einer Arztpraxis. Dieser wehrte sich gegen seine Festnahme. Vier Beamte brauchte es, um Georgi M. zum Streifenwagen zu befördern.

Auf Rat seines Anwalts Sewarion Kirkitadse legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Mit einer Einschränkung: Auf Günter B. habe sein Mandant deshalb eingeschlagen, weil er sich bedroht gefühlt habe. So war der räuberische Diebstahl (Mindeststrafe ein Jahr) vom Tisch. Bei seinem Opfer entschuldigte sich der Angeklagte brav und bot ihm eine Entschädigung an. Das Schöffengericht mit Richter Matthias Braumandl machte es gnädig: 500 Euro Geldstrafe.

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