Feuerwehr stürmt brennende Wohnung

Zimmerbrand! Bub (4) in letzter Sekunde gerettet

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Die Rettung für den kleinen Jungen kam in buchstäblich letzter Sekunde.

München - Die Rettung eines schlafenden Vierjährigen aus seinem Kinderzimmer hätte keine Minute später erfolgen dürfen. Während der Vater außer Haus war, stürmte die Feuerwehr die brennende Wohnung.

Dramatische Rettungsaktion am Freitagabend in der Geyerstraße! Ein vier Jahre alter Bub schlief in seinem Bett, als im Zimmer daneben plötzlich ein Feuer ausbrach. Zum Glück alarmierte eine Nachbarin sofort die Feuerwehr, als sie Rauch aus dem gekippten Fenster im zweiten Stock quillen sah – und rettete dem Kleinen damit das Leben. Alexander Purkl, Sprecher der Feuerwehr: „Die Rettung des Buben hätte keine Minute später erfolgen dürfen.“

Von der Geyerstraße aus gesehen war alles ruhig, als die Feuerwehr gegen 21.40 Uhr an dem viergeschossigen Wohngebäude eintraf. In dem Wirtshaus darunter saßen viele Gäste und ahnten nicht, dass sich über ihnen ein Drama abspielte. Das Bett im Elternschlafzimmer hatte Feuer gefangen. Und der Bub war allein zu Hause!

Die Feuerwehrleute mussten die Wohnungstür mit brachialer Gewalt aufbrechen. Alles war voller Rauch! Mit Atemschutzgeräten tasteten sie sich vor – und fanden den Vierjährigen. Sofort kümmerte sich ein Kinderarzt um ihn, der zum Glück nur eine leichte Rauchvergiftung feststellte.

Nachdem der Bub erzählt hatte, dass er eine kleine Schwester habe (was auch eine Nachbarin bestätigte), durchsuchten die Retter auch alle Schränke. Doch schon während der Löscharbeiten löste sich das Rätsel: Der entsetzte Vater kam mit dem kleinen Mädchen auf dem Arm eine halbe Stunde später am Einsatzort an. Er habe sich mit dem Babyfon in der Tasche die Füße vertreten, sagte er der Feuerwehr. Gehört habe er keinen Mucks. Die Mutter der Kinder kam erst später nach Hause.

Mit einem Hochleistungslüfter blies die Feuerwehr den Rauch aus der Wohnung. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30 000 Euro.

Ebu.

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