Todesdrama in Waldtrudering

Zimmerbrand! Geschäftsfrau erstickt

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Geschäftsfrau Karin N. († 41) starb bei einem Brand in ihrer Waldtruderinger Wohnung

München - Bei einem Brand am Montagabend in ihrer Waldtruderinger Wohnung ist die Geschäftsfrau Karin N. ums Leben gekommen. Ihr Ex-Mann zeigt sich gegenüber der tz geschockt.

Ihren Hunden schenkte sie ihre ganze Liebe, und mehr noch, sie widmete ihnen ihr Leben – mit einer eigenen Firma, die Tierfutter herstellte. „Für alles, was man liebt, will man nur das Beste“, lautete das Motto der erfolgreichen Geschäftsfrau Karin N. († 41). Bei einem Brand am Sonntagabend in ihrer Waldtruderinger Wohnung starb die Münchnerin in Folge einer schweren Rauchvergiftung. Die Feuerwehr konnte sie bei einer dramatischen Rettungsaktion nur noch tot aus der Wohnung bergen. Ihre zwei Hunde überlebten. Nahezu unversehrt.

Bis in den frühen Morgen dauerte der dramatische Einsatz in der Iltisstraße

Das Unglück in der Iltisstraße: Um 23.35 Uhr bersten Scheiben der Erdgeschosswohnung, wo Karin H. seit Jahresbeginn alleine lebt. Ein Nachbar von gegenüber hört eine Verpuffung – dann sieht er Flammen aus ihrem Schlafzimmer lodern und ruft sofort die Feuerwehr. Schon von weitem sieht der Löschzug den schweren Brand – 40 Einsatzkräfte, bekleidet mit schwerem Atemschutz, versuchen ihn zu löschen. Bis in die frühen Morgen hinein dauert der Einsatz. „Noch während der Löscharbeiten haben unsere Einsatzkräfte die Frau tot in ihrem Wohnzimmer aufgefunden“, sagt Christian Kaiser von der Münchner Berufsfeuerwehr. Nach Angaben der Polizei geriet das Bett im Schlafzimmer in Brand – noch ist unklar, weshalb. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde Karin N. wohl durch das Feuer überrascht und erstickte im giftigen Rauch. Die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten sich in Sicherheit bringen – ebenso flohen die beiden Hunde von Karin H. vor den Flammen. Ein Tier blieb mit dem Kopf im Treppengeländer hängen, die Feuerwehr schweißt es frei. Sachschaden des Brandes: rund 150 000 Euro.

Karins Ex-Mann und Geschäftspartner Erich H. ist geschockt. „Wir waren zehn Jahre verheiratet, haben uns aber zum Jahreswechsel getrennt. Es ging im Guten auseinander, wir haben uns immer noch hervorragend verstanden“, sagt er zur tz. „Es war kein Freitod, da bin ich sicher. Sie war sehr wohltätig und immer für ihre Freunde da.“ Tragisch: Am Abend, als Karin N. in den Flammen starb, wollte Erich sie zum Grillen einladen, doch sie hatte keine Zeit. „Vielleicht wäre sie noch am Leben, wenn sie gekommen wäre.“ Auch Freundin Andrea S. trauert. „Es ist furchtbar, ein ganz tragischer Verlust. Ich kenne Karin seit Jahren – aus einer Geschäftsbeziehung entwickelte sich eine tiefe Freundschaft“, sagt die Fotografin. „Sie war ein sehr warmherziger Mensch. Ich habe niemanden erlebt, der so viel für Tiere getan hat. Sie wird mir fehlen.“

A. Thieme

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