Stadtrat uneins

Zoff um neue Super-Tram

München - Nach der Stammstrecke ist sie das zweitgrößte Nahverkehrsprojekt: Die neue Super-Tram im Westen kommt voran! Doch jetzt gibt es Zoff.

Der Stadtrat hat die Planungen zur Westtangente angeschoben – mit der Mehrheit von Rot-Grün. CSU und FDP bleiben beim Nein. Abstellgleis? Oder Schiene in die Zukunft?

CSU-Stadtrat Otto Seidl aus Sendling-Westpark warf Rot-Grün „Ideologie in der Verkehrsplanung“ vor. Die Verwaltung habe viele Fragen nicht beantwortet – etwa nach verloren gehenden Parkplätzen. Weil eine von drei Spuren auf der Fürstenrieder Straße wegfällt, prognostiziert er bei 48 000 Autos am Tag Stau. FDP-Fraktionschef Michael Mattar wollte die Planung bis 2016 vertagen, weil der Bau an der zweiten Stammstrecke hängt.

Rot-Grün kontert. Mit dem Zuzug nehme der Verkehr zu. „Man kann nicht mit Klein-Klein weitermachen“, sagte Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher. Die U-Bahn sei zehnmal teurer, die Tram könne sich die Stadt ohne Zuschüsse leisten. In Bogenhausen übertreffe die neue 16er alle Erwartungen. SPD-Fraktionschef Alexander Reissl hält den Stadtbus auf so großen Straßen für überfordert. „In fünf Jahren werden wir solche Verbindungen nicht mehr bewältigen.“ Die Super-Tram soll auf neun Kilometern fünf Viertel zwischen Nymphenburg und Ober-sendling verbinden.

DAC

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Rubriklistenbild: © Schlaf

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