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Tierpark Hellabrunn

Vogelgrippe: Zoo-Vögel noch immer unter Hausarrest

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Sie dürfen wieder auf ihre Insel: Die Flamingos haben den Hausarrest hinter sich .

Die Stallpflicht wegen der Vogelgrippe stresst die Tiere. Der Zoo Augsburg meldet sogar Todesfälle. Im Münchner Tierpark Hellabrunn ist die Lage noch entspannt.

Die Sehnsucht wächst: Seit November vergangenen Jahres sind die Vögel des Tierparks Hellabrunn in ihren Ställen und Winterhäusern eingesperrt – eine Folge der bayernweiten Stallpflicht wegen der Vogelgrippe. Im Münchner Zoo hofft man, dass die Tiere bald wieder in die Außenanlagen dürfen. Doch die Behörden geben noch keine Entwarnung.

Pelikane und Flamingos sind schon seit Anfang der Woche wieder im Freien. „Die fielen zwar nicht unter die gesetzliche Regelung, aber wir hatten sie aus Sicherheitsgründen auch aufgestallt“, berichtet Tierpark-Sprecher Daniel Hujer. Nun aber wolle man den Tieren den Stress nicht länger zumuten. Denn Stress kommt in den Häusern zwangsläufig auf, wenn die Pfleger zum Saubermachen hineinmüssen. Und reinigen müsse man besonders sorgfältig, wenn die Tiere längere Zeit auf engem Raum eingesperrt sind, erklärt der Tierpark-Sprecher das Dilemma. Sonst wachse das Risiko, dass sich Krankheiten ausbreiten.

In Hellabrunn ist die Lage noch nicht so brisant

Noch ist die Lage in Hellabrunn nicht so brisant wie etwa im Augsburger Zoo, der bereits Todesfälle meldet: Vier Enten seien durch den Dauerstress so geschwächt gewesen, dass sie sich mit Rotlauf-Erregern infiziert hätten und eingegangen seien.

In Hellabrunn gab es noch keine Todesfälle. „Wir haben zum Glück eine sehr gute Ausstattung hinter den Kulissen“, sagt Hujer. Viele der Vögel, etwa die Roten Sichler und die Waldrappe aus der derzeit verwaisten großen Voliere, hätten den Winter wegen der Kälte ohnehin in Häusern verbracht. „Aber irgendwann sollten sie wieder raus dürfen.“

Das allerdings kann noch dauern. „Eine Entspannung der Seuchenlage ist nicht erkennbar“, zitiert KVR-Sprecher Johannes Mayer die Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI). Dessen Experten empfehlen den Ländern „dringend“, die aktuellen Maßnahmen „in vollem Umfang aufrechtzuerhalten“.

In München sind bisher zwei Wildvögel nachweislich an dem Geflügelpest-Erreger H5N8 gestorben: Eine Graugans im November am Hinterbrühler See und ein Schwan am 7. Dezember im Nymphenburger Park. Trotz laufender Kontrollen ist seither kein Infektionsfall mehr bekannt geworden.

Vogelgrippe verzögert Gajendras Heimkehr

Wie berichtet, hat die Vogelgrippe auch die Rückkehr des Elefantenbullen Gajendra aus Hamburg nach München verzögert. Weil der Hamburger Tierpark Hagenbeck unter Quarantäne stand, durfte der Koloss im Herbst nicht reisen. Jetzt sei die Quarantäne aufgehoben, aber es sei zu kalt für die etwa zehnstündige Fahrt, berichtet Hujer. Die Transportbox sei zwar beheizt, drohe aber im eisigen Fahrtwind trotzdem auszukühlen. Der Schwertransport soll die verkehrsarmen Nachtstunden nutzen. Man wolle abwarten, bis die Temperaturen auch in der Nacht stabil zweistellig seien, so Hujer. Das Risiko, Gajendra mit einer Erkältung nach Hause zu bringen, wolle man nicht eingehen. Die Elefantendamen in Hellabrunn werden sich wohl noch bis Ende März, Anfang April gedulden müssen.

Lesen Sie auch: Schwarzer Schwan im Tegernsee entdeckt - Experte: Wohl aus Zoo

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