Leinenzwang unnötig?

Schärfere Hunde-Regeln? Das sagen die User

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In München werden jetzt die Hunde-Regeln verschärft!

München - Ab Donnerstag gelten die schärferen Hunderegeln in München. Verstöße können teuer werden. Doch was sagen unsere User zu den Neuerungen?

Am Mittwoch wurde die neue Verordnung für Hundehalter im Amtsblatt veröffentlicht. Mit schärferen Regeln und härteren Strafen will die Stadt erreichen, dass Eltern und Kinder keine Angst mehr vor Hunden haben müssen und die Grünflächen frei von Hundekot bleiben.

Das Thema wurde heftig in den Kommentaren diskutiert und schnell bildeten sich zwei Lager. Die Befürworter und jene, die die neuen Regeln ablehnen.

Das sagen User der Pro-Seite:

Thomas J. ist selbst Hundebesitzer und findet die neuen Regeln gut. Er schreibt: "Absolute richtige Entscheidung. Wer seinen Hund wie ein Merrschweinchen hält und andere gefährdet, soll eingeschränkt werden und auch im Geldbeutel was spüren. Das ist wichtig für alle verantwortungsbewußten Hundehalter so wie ich es bin. Der Erwerb und die Haltung von gefährlichen Hunden sollte sowieso eingeschränkt werden. Wer keinen Hundeführerschein hat, darf sich maximal einen Pinscher zulegen." Heinz34 ist auch für eine Verschärfung: "Das kann nur ein Anfang sein. Hoffentlich wird der Leinenzwang schleunigst ausgeweitet. Und diese Hundestreifen sollten viel mehr ausgebaut werden - die Kosten hierfür tragen sich doch durch die Einnahmen selbst. 6 bis 8 Leute pro Stadtviertel wären ein Mindestmaß um der Verletzung von Menschen durch diese vierbeinigen Waffen vor zu beugen. Auch konnte so dieser immer schlimmer ausufernder Tretminengefahr vorgebeut werden - die Strafen hierfür sind allerdings viel zu niedrig angesetzt."

User Karlie meint, die Regel gehe nicht weit genug: "Und warum nur große Hunde? Auch ein Hund mit 49cm und kleiner kann ein Kind erheblich verletzen! Davon abgesehen sehe ich das als Diskriminierung! Ich habe selber zwei große Hunde (grundsätzlich immer Angeleint) und begrüße den Leinenzwang sehr, aber gleiches Recht für alle!! Bereits jetzt muss man sich als Großhundehalter von den kleineren, unerzogenen alles gefallen lassen! Die Kleinen dürfen nach den großen schnappen und beißen und der Große darf sich nicht mal rühren oder gar verbal wehren, sofort ist er ein böser Hund... Das der Kleine angefangen hat zu provozieren zählt nicht! Und Hundeführerschein bringt gar nix! Deshalb können die Leute die Körpersprache ihrer Hund auch nicht lesen, und Rücksicht auf andere Menschen bekommt man von seinen Eltern beigebracht und kann nicht durch einen Hundeführerschein erzwungen werden. Funktioniert schon beim Autoführerschein nicht, wer Rowdymässig fahren will ohne Rücksicht auf andere macht das trotz Führerschein..."

Niddermetzger ärgert sich vor allem über Hundekot auf Gehwegen und schreibt: "Nix gegen Hundis... aber hohe Strafen bei Tretminen müssten her. Bis hin zum Entzug des Hundes (Tierheim)."

Das sagen User der Kontra-Seite:

User Gemeindeplag ist verärgert: "Jetzt können sich alle vernünftigen Hundebesitzer bei denen bedanken, die einfach nicht mitdenken wollen und keine Rücksicht auf die nehmen, die sich ggf. ein wenig fürchten. Einige ganz wenige sorgen wieder mal dafür, dass die Mehrheit der Vernünftigen Einschränkungen hinnehmen muss. Und die Strafen sind ja durchaus empfindlich, die würde ich mir auch an manch anderer Stelle wünschen, an der es mehr Handlungsbedarf gibt." User Wennschonschließt sich dieser Meinung an und fragt ironisch: "Wann kommt Leinenzwang für aggresive Menschen?"

Ein Gast schreibt, dass der Hund in München Tradition hat: "Alle die, die gegen Hunde wettern. Der Zamperl gehört nach Minga, wia de Lederhose. Und wer das nicht erträgt, soll wegziehen oder ins Altenheim gehen."

User Thanatos hält das Gesetz für unnötig: "Wieder so ein Gesetz das nur auf dem Papier steht, da es weder befolgt noch überwacht werden wird." 

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