Der Plan für die Stadt

Zuflucht München: Wo die Asylbewerber wohnen

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Die Stadt München und der Freistaat Bayern planen schon neue Unterkünfte für Asylbewerber.

München - Derzeit halten sich in München rund 4800 Asylbewerber auf. Die Bayernkaserne ist völlig überfüllt. Die tz erklärt, wo die Asylbewerber wohnen und wo neue Unterkünfte geplant sind.

Sie kommen aus Kriegsgebieten. Aus Gegenden, wo Not und Verfolgung herrschen. Und sie sind auf der Suche nach einem besseren Leben. Derzeit halten sich in München rund 4800 Asylbewerber auf. Die Erstaufnahme-Einrichtung in der Bayernkaserne ist völlig überfüllt. Dabei herrscht hier bis Donnerstag noch ein Aufnahmestopp wegen der Masern, an denen dort Ende August drei Erwachsene erkrankt waren. Die Stadt und der Freistaat treffen sich regelmäßig in Krisensitzungen, um neue Unterkünfte aufzutun. Noch heuer könnten 1800 weitere, offizielle Plätze entstehen, nächstes Jahr sind noch einmal 1600 neue Plätze möglich. Die tz erklärt, wo die Asylbewerber wohnen und wo neue Unterkünfte geplant sind.

Asylbewerber in der Bayernkaserne: Ab Freitag werden hier wieder neue Flüchtlinge aufgenommen.

Bayernkaserne: Derzeit sind hier rund 1800 Asylbewerber untergebracht. Da es sich um eine Erstaufnahme-Einrichtung handelt, bleiben die Menschen hier gewöhnlich bis zu fünf Wochen lang. Die Einrichtung hat noch Außenstellen in der Baierbrunner Straße in Obersendling und der St.-Veit-Straße in Berg am Laim. Die Bayernkaserne muss spätestens Ende 2016 geräumt werden, als erster Ersatz ist hier ein Gewerbebau in der Lotte-Branz-Straße im Euro-Industriepark mit 600 Plätzen geplant.

Gemeinschaftsunterkünfte: Hier kommen die Asylbewerber hin, wenn sie die Erstaufnahme-Einrichtung verlassen haben. Derzeit gibt es über das Stadtgebiet verteilt zehn Gemeinschaftsunterkünfte, auf die 1015 Asylbewerber verteilt sind. Weitere Unterkünfte sind in der McGraw-Kaserne und an der Nailastraße geplant, außerdem sollen die Kapazitäten an der Landsberger Straße mit einem Anbau an die bestehende Unterkunft erweitert werden.

Unbegleitete jugendliche Flüchtlinge: Derzeit leben rund 1500 minderjährige Asylbewerber in der Stadt, die ohne Eltern ankamen. Nach städtischen Angaben leben 80 Prozent der bayerischen minderjährigen Flüchtlinge in München – entweder, weil sie direkt hier ankamen oder von anderen Kommunen hierher geschickt wurden. Das Münchner Jugendamt bringt die Jugendlichen in Heimen der Jugendhilfe unter. Es können aber auch leerstehend städtische Häuser oder Boardinghäuser sowie Hotels sein.

Ministerpräsident Horst Seehofer (65, CSU) hatte am Montag noch gefordert, die Grenzen zu Österreich schärfer zu kontrollieren. Am Dienstag beschloss das bayerische Kabinett, noch heuer 2000 neue Plätze für Asylbewerber sowie eine weitere Notreserve für 1100 Flüchtlinge zu schaffen. Wo, war am Dienstagabend noch unklar. Außerdem soll der Bund ehemalige Kasernen öffnen.

Johannes Welte

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