Zugabe in den Elserhallen bis Ende Juni

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In der Deep Space Night gehen doch noch nicht die Lichter aus - noch bis Juni wird hier weitergefeiert.

Aufatmen bei den Betreibern der Elserhallen um Wolfgang Nöth und den Mietern des angrenzenden Antikmarkts. Bis Juni geht es auf jeden Fall weiter.

Eigentlich sollte die Konzert- und Party-Location mit dem benachbarten Flohmarkt Ende des Monats besenrein übergeben werden, die IVG Immobilien AG als Eigentümer will das Ensemble abreißen und durch einen Bürokomplex ersetzen lassen (wir berichteten).

Als der Räumungsbescheid vor gut zwei Wochen ins Büro flatterte, fielen Nöth & Co. aus allen Wolken, wofür wiederum die IVG kein Verständnis hatte: „Die wussten Bescheid, dass der Pachtvertrag eigentlich schon im Dezember auslief und nur wegen des Weihnachtsgeschäfts bis März verlängert wurde“, gab ein Sprecher der Immobilienfirma zu Protokoll. „Wir gehen nicht raus, da werden sich die Herren noch bis Oktober gedulden müssen“, erwiderte Wolfgang Nöth und hatte ein ganz persönliches Argument parat: „Da werde ich 65 und kann in Rente gehen.“

Und forderte seine Parteigenossen um OB Christian Ude auf, sich für dieses Ansinnen ins Zeug zu legen. Scheinbar mit teilweisem Erfolg. Bis zur Verrentung des Herrn Nöth reicht der Räumungsaufschub zwar nicht, spätestens Ende Juni müssen die Soundanlagen, Bühnen und Light-Shows aus der Elserhalle nun ausgebaut werden. „Damit kann ich gut leben“, meint Alex Rüger, der in dem Lokal jeden Samstag seine technoide Deep Space Night feiert, mit Laser-Show und Darth Vader, selig-Auferstehung. „Ich sondiere bereits Ausweich-Locations, damit wir einen nahtlosen Übergang im Sommer schaffen“, berichtet der Veranstalter. Wohin die Reise geht, will er noch nicht verraten.

Derzeit hat er zwei Läden zur Auswahl, „ich bin mir aber noch gar nicht sicher, ob wir dort unsere Deep Space Night überhaupt unterbekommen.“ Schließlich braucht er für die Mitternachts-Show eine große Bühne und für die Laser eine beträchtliche Raumhöhe. „Wir haben so viele Anfragen aus ganz Deutschland, da kann ich mir auch vorstellen, dass wir zunächst mal auf Tournee gehen und nur in den Nächten vor Feiertagen in München spielen werden.“

Zudem sind die Wirte von alternativen Hallen nicht besonders erpicht darauf, ihre Läden am bevorzugten Samstag zu überlassen, wenn das Geschäft sowieso brummt. Wie wär’s mit dem Backstage an der Friedenheimer Brücke, Herr Rüger?Das Max & Moritz (Maximiliansplatz 5) begeht heute mal wieder ab 20.30 Uhr seinen Mädels-Abend. Mit Sex and the City vs. Desperate Housewifes, Movie-Lounge und eigener Aufbrezel-Station. Derart aufgestylt sind die Ladys auch für Jungs präsentabel, für die sich ab 22 Uhr die Türe zu dem Innenstadt-Club öffnet. Das Ganze bei Black-, House- und Club-Tunes.

Thomas Oßwald

Quelle: tz

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