Juristische Schritte eingeleitet

Münchner Todeskandidat kämpft gegen Hinrichtung

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Philipp B. wurde zum Tode verurteilt.

Peking - Der Münchner Philipp B., der in China wegen Doppelmordes zum Tode verurteilt worden ist, hat Berufung eingelegt.

Wie sein Anwalt am Dienstag telefonisch der Nachrichtenagentur dpa in Peking berichtete, muss das obere Gericht der Provinz Fujian innerhalb der nächsten fünf Monate einen Berufungstermin anberaumen, um über den Fall zu beraten.

Der Mann aus Oberbayern wäre der erste Deutsche, der in der Volksrepublik hingerichtet würde. Am Ende muss aber auch das höchste Gericht Chinas in Peking das Urteil bestätigen, bevor es vollstreckt wird. Beobachter gehen davon aus, dass das Verfahren möglicherweise auch Jahre dauern könnte.

Der 36-Jährige hatte 2010 in der südchinesischen Stadt Xiamen seine ehemalige Freundin aus Münchner Studienzeiten und deren neuen Lebensgefährten aus offener Straße mit einem Messer und Hammer umgebracht. Ein Volksgericht in der Hafenstadt hatte ihn vor zwei Wochen zum Tode verurteilt.

Die Ex-Freundin war venezolanische Staatsbürgerin, während ihr neuer Lebensgefährte Bundesbürger war. Unter Hinweis auf ihre grundsätzliche Ablehnung der Todesstrafe hatte die Bundesregierung erklärt, sich in China dafür einsetzen zu wollen, dass das Urteil nicht vollstreckt wird.

dpa

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