Städtische Einrichtungen

Der große Zuschuss-Check: Wie viel Geld gibt die Stadt wohin? 

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Deutsches Theater: Eintritt 20 - 95 Euro. 2014: Besucher 287.193, Zuschuss 1,5 Mio., Zuschuss/Besucher 5,34 Euro. Deckungsgrad 88,8 %. 2015: Besucher 296.470,  Zuschuss 0,3 Mio., Zuschuss/Besucher 1,14 Euro, Deckungsgrad 97,4 %.
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Stadtmuseum: Eintritt 2 - 20 Euro. 2014: Besucher 141.261, Zuschuss 15,1 Mio., pro Besucher 106,55 Euro, Deckungsgrad 5,3 %. 2015: Besucher 172.021, Zuschuss 14,9 Mio., pro Besucher 86,62 Euro, Deckungsgrad 6,4 %.
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Olympiapark: Eintritt 2,50 - 73 Euro. 2014: Besucher 3,4 Mio., Zuschuss 18,1 Mio., Zuschuss/Besucher 5,32 Euro, Deckungsgrad 66,4 %2015: Besucher 3,5 Mio. Zuschuss 17,0 Mio. Zuschuss/Besucher 4,84 e Deckungsgrad 69,2 %.
Entscheidung über Münchner Konzertsaal im Herbst
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Philharmoniker: Eintritt 8,40 - 86 Euro. 2014: Besucher 194.332, Zuschuss 18,9 Mio., pro Besucher 97,13 Euro, Deckungsgrad 29,6 %. 2015: Besucher 187.597 Zuschuss 18,7 Mio. pro Besucher 100,43 Euro Deckungsgrad 27,9 %
Stadtbibliothek Melle
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Stadtbibliothek: Gebühr bis 20 Euro pro Jahr. 2014: Ausleihen 13.032.563, Zuschuss 39,1 Mio., Zuschuss/Ausleihe 2,99 Euro, Deckungsgrad 8,9 %2015: Ausleihen 12.673.567, Zuschuss 41,0 Mio., Zuschuss/Ausleihe 3,23 Euro, Deckungsgrad 8,6 %
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Kammerspiele: Eintritt 4 - 44 Euro. 2014: Besucher 130.371, Zuschuss 33,1 Mio. pro Besucher über 100 e Deckungsgrad 14,9 %2015: Besucher 117.561 Zuschuss 33,6 Mio. pro Besucher über 100 e Deckungsgrad 15,3 %

München - Mit wie viel Geld subventioniert die Stadt kulturelle Einrichtungen, Kitas oder den Olympiapark? Die aktuelle Statistik der Kämmerei ist aufschlussreich. Ohne städtische Finanzspritzen wären viele Dinge für die Bürger unerschwinglich.

Zum Beispiel Kindergärten. Viele Eltern müssen sich für die Gebühren nach der Decke strecken. Doch Fakt ist auch: Ohne die Zuschüsse von Stadt, Land und Bund wären die Gebühren in München sieben Mal so hoch. Der Deckungsgrad – also die Summe der Kosten, die durch Gebühren und sonstige Einnahmen erwirtschaftet werden können – liegt nach Angaben der Kämmerei bei 14,3 Prozent. Ein Drittel der Alleinerziehenden bezahlt im Übrigen gar keine Gebühren.

Der größte Zuschussbetrieb im Kulturbereich sind die Kammerspiele. Mit 33,6 Millionen Euro förderte die Stadt das Schauspielhaus in der Spielzeit 2015/16. Interessant: Die Anzahl der Besucher ging gegenüber 2014/15 von etwa 130.000 auf rund 117.000 zurück. Der Zuschuss pro Besucher liegt bei mehr als 100 Euro. Weil auch das Theater der Jugend und die Otto-Falckenberg-Schule von dem Zuschuss zehren, lässt sich der Betrag nicht genauer für die Kammerspiele bestimmen. In der Öffentlichkeit und im Stadtrat war zuletzt ein heftiger Streit über den neuen Intendanten Matthias Lilienthal entbrannt. Es hieß, Lilienthal vergraule mit seinem experimentellen Kurs das Publikum.

Auch den Kunstgenuss der Münchner Philharmoniker lässt sich die Stadt was kosten. Würde die Stadt nicht knapp 19 Millionen Euro zuschießen, wäre jede Eintrittskarte um etwa 100 Euro teurer. Auch bei den Philharmonikern reduzierte sich die Besucherzahl – von 194.332 auf 187.597. Das Deutsche Theater konnte einen Zuwachs verzeichnen: von 287.193 auf 296.470 Besucher. Die Einrichtung wirtschaftet im Gegensatz zu den meisten anderen kulturellen Einrichtungen nahezu kostendeckend. Das Volkstheater erhält einen Zuschuss von gut acht Millionen Euro. Dort stiegen die Besucherzahlen von 103.000 auf 110.000.

Am geringsten ist der Deckungsgrad beim Stadtmuseum (6,4 Prozent). Der in absoluten Zahlen höchste Zuschuss ist mit 41 Millionen Euro für die Stadtbibliothek nötig, bei der Volkshochschule waren es 2015 insgesamt 13,6 Millionen Euro. Der Tierpark bekam 2,1 Millionen Euro. Er trägt sich finanziell fast selbst. Die Olympiapark München GmbH bekam 2015 17 Millionen Euro. Das teuerste Angebot des Parks ist die Zeltdach-Tour mit Flying Fox für 73 Euro.

Lesen Sie hier: Kino, Konzerte, Theater: Wie barrierefrei sind Münchens Kultur-Tempel?  Wir haben den Test gemacht. 

13 Dinge, die (nur) Münchner wissen

Was viele nicht wissen: Aus dem Kopf der Bavaria kann man rausschauen. © Marcus Schlaf
Traditionelle Münchner Gerichte bestehen gerne mal aus Innereien. Hier präsentiert Wirt Jürgen Lochbihler vom Pschorr seine Spezialitäten-Karte. © Haag Klaus
Im Schottenhamel-Festzelt auf der Wiesn hat schon Albert Einstein Glühbirnen eingeschraubt. © Götzfried Markus
Entfernungsangaben nach München werden bis zur Mariensäule am Marienplatz gemessen. © Götzfried Markus
Walkmen und die Lautstärke, die daraus manchmal dröhnte, waren Thema von Aufklebern in der Münchner S-Bahn. © dpa
Die Schauburg am Elisabethplatz. Früher war hier eine der bekanntesten Discos Deutschlands. © Reinhard Kurzendörfer
Das Wappenhaus an der Nymphenburger Straße. Oben im Erker ist in der Serie "Kir Royal" die Wohnung von Klatsch-Reporter Baby Schimmerlos. © Marcus Schlaf
Die Frauenkirche ist das Herz des München-Panoramas. Dass die Türme unterschiedlich hoch sind, fällt dabei gar nicht auf. © picture alliance / dpa
Paternoster-Aufzüge gibt es noch an ein paar Stellen in München. Zum Beispiel im Polizeipräsidium in der Ettstraße. © Marcus Schlaf
Auch das lernt man schon als Kind: Die ungeschriebene Rolltreppen-Regel links gehen, rechts stehen. © Marcus Schlaf
Die Sage dazu gibt es in mehreren Varianten –fest steht nur: Dieser Fußabdruck am Eingang der Frauenkirche stammt vom Teufel. © picture alliance / dpa
Ein Geschenk der Partnerstadt Verona: Die schöne Julia am Alten Rathaus. © Markus Schlaf
Hotpants-Alarm: Zwei Münchner Originale, die Öhlschläger-Brüder, tragen sie mit Leidenschaft. © dpa

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