Wegen Zwangsräumung: SEK-Einsatz in Harlaching

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Das SEK musste am Dienstag einrücken

München - Ein tief verzweifelter Mann hat am Dienstag in Harlaching einen Einsatz des schwer bewaffenten Spezialeinsatzkommandos (SEK) ausgelöst. Er hatte den Gerichtsvollzieher bedroht. 

Der 54-Jährige lebte in der Kastenseestraße, war finanziell am Ende. Darum stand am Dienstag die Zwangsräumung an. Als der Gerichtsvollzieher (50) um 8.45 Uhr klingelte, wollte der Mann nicht öffnen. Seine Mutter schloss schließlich die Haustür auf. Ihr Sohn hatte sich in letzter Zeit völlig zurückgezogen.

Wegen Zwangsräumung: SEK-Einsatz in Harlaching

Wegen Zwangsräumung: SEK-Einsatz in Harlaching

Nach einem kurzen Gespräch bedrohte der Bewohner den Gerichtsvollzieher mit einer Waffe. In Panik flohen die Mutter und der Gerichtsvollzieher vom Grundstück und riefen die Polizei.

Trotz guten Zuredens gab der 54-Jährige nicht auf. Schließlich stürmte das SEK das Haus. Keine Sekunde zu früh: Da hing der Mann im Badezimmer schon in einer Seilschlinge. Die Beamten retteten ihm das Leben. Zudem hatte er Schussverletzung am Kopf. Bei seinen beiden Waffen handelte es sich um Schreckschusspistolen. Die Ärzte sind zuversichtlich, dass der Mann wieder gesund wird. In sein Haus jedoch wird er nie mehr zurückkehren.

Dorita Plange

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