Gremium wählt Chefs für Kultur und Planung

Zwei auf einen Streich: Münchner Stadtrat besetzt wichtige Posten neu

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Anton Biebl, Kulturreferent in spe.

Anton Biebl soll in der heutigen Vollversammlung des Stadtrats als neuer Kulturreferent gewählt werden. Wie berichtet, hat die SPD den Stadtdirektor als Nachfolger des jetzigen Amtschefs Hans-Georg Küppers vorgeschlagen.

Biebl (56) ist seit 2010 stellvertretender Leiter des Kulturreferats. Küppers (64) will sich im kommenden Jahr zurückziehen. Der Sozialdemokrat ist über alle Parteigrenzen hinweg und in der Kulturszene anerkannt. Auch sein potenzieller Nachfolger gilt als gut vernetzt, fachlich kompetent und beliebt im Referat. Er soll sein Amt zum 1. Juli 2019 antreten.

Elisabeth Merk, Planungsreferentin.

Dass Biebl am Dienstag gewählt wird, dürfte außer Zweifel stehen, wiewohl sich die FDP im Stadtrat nun dafür einsetzt, dass die Stelle ausgeschrieben werden soll. Die Neubesetzung sei für die Entwicklung der Kultur in München von großer Bedeutung, schreibt die Partei. Fraktionschef Michael Mattar: „Es reicht nicht aus, das Kulturreferat lediglich gut zu verwalten und die Prozesse zu organisieren.“ Der SPD fehle der Mut zur Suche eines profilierten Kulturpolitikers und Kulturmanagers, kritisiert Mattar. Die CSU, Rathaus-Regierungspartner der SPD, wird die Wahl Biebls indes unterstützen.

Auch Planungsreferentin Elisabeth Merk – wie Biebl parteilos – soll in der heutigen Vollversammlung für weitere sechs Jahre wiedergewählt werden. Ihre Amtszeit endet zum 30. April 2019. Die gebürtige Regensburgerin leitet das Referat für Stadtplanung und Bauordnung seit 2007. Vom Direktorium heißt es, Merk habe sich „bestens bewährt“. Sie genieße das Vertrauen des Stadtrats. Aufgrund ihrer fachlichen Kenntnisse und Führungsqualitäten sei nicht zu erwarten, dass eine Ausschreibung der Referentenstelle zu besser geeigneten Kandidaten führen würde. 

Lesen Sie auch: Die FDP will Ex-Bürgermeister Josef Schmid (CSU) behalten

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