Geld regiert die Welt

Zwei Männer - nur einer kann sich freikaufen

München - Geld regiert die Welt - zumindest in einem von der Bundespolizei vermeldeten Fall. Während ein Mann eine Geldstrafe begleicht und so eine Festnahme vermeidet, muss ein anderer in Haft.

Am Mittwoch beglich ein 33-jähriger Serbe zwei Geldstrafen bei der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof, woraufhin zwei gegen ihn vorliegende Fahndungen zur Strafvollstreckung aufgehoben wurden. Der Mann erschien am Vormittag bei der Wache der Bundespolizei und fragte nach, was gegen ihn vorliege. Ein Datenabgleich ergab, dass er zu einer Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden war und diese bislang nicht bezahlt hatte. Zudem waren noch Verfahrenskosten wegen einer Ordnungswidrigkeit offen. Der 33-Jährige händigte den Beamten 2.444 Euro in bar aus, die der Gerichtskasse zugeführt werden, so konnte er die Wache freien Fußes verlassen. Damit verhinderte er eine Festnahme wegen Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen.

In einem anderen Fall wurde ein 63-jähriger Mann, ebenfalls Serbe, in der Nacht auf Donnerstag  am Hauptbahnhof kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, dass er von der Staatsanwaltschaft Traunstein zur Festnahme auf Grund eines Vollstreckungshaftbefehls zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Die Geldstrafe in Höhe von 345 Euro und die Kosten des Verfahrens in Höhe von 63,50 Euro konnte er nicht aufbringen, weshalb er der Haftanstalt zugeführt wurde.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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