Münchner planen kostenloses Verleihsystem

Gegen verstopfte Straßen: Gratis-Lastenradl für alle?

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Raphael Draeger (l.) und Thomas Schmid wollen den Münchnern zehn Lastenradl kaufen.

München - Raphael Draeger (19) hat mit seinem Lastenradl schon Bierkästen zu Partys gebracht, seine kleinen Schwestern chauffiert und Müll zum Wertstoffhof gefahren. Jetzt will er, dass jeder Münchner ein Lastenradl nutzen kann – kostenlos.

Deshalb hat der Schüler zusammen mit Thomas Schmidt (46) vom ADFC auf www.startnext.com/freie-lastenradler-muenchen ein Crowdfunding-Projekt gestartet. 8500 Euro braucht es, dann kaufen Draeger und Schmidt den Münchnern vier Lastenradl, die jeder kostenlos und unkompliziert leihen kann. Ihr Ziel aber sind zehn unterschiedlich ausgestattete Lastenradl, so dass 90 Prozent der Münchner maximal zehn Minuten von einem kostenlosen Lastenradl entfernt wohnen. Dafür brauchen sie 18.500 Euro. „Die Straßen in München sind verstopft von Autos. Wir wollen den Münchnern eine CO2-freie Alternative zum Auto bieten“, sagt Draeger.

So soll es funktionieren: Über das Internet registriert man sich einmal. Dann sucht man sich Lastenradl und Abholort aus und reserviert das Radl. Ausleihstationen werden unter anderem der Nachbarschaftstreff am Walchenseeplatz und Greencity in der Lindwurmstraße sein. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich und die Lastenradl werden nichts kosten“, sagt Draeger.

Bisher haben sie schon über 6500 Euro beieinander, die Aktion läuft noch fünf Tage. Für 18 Euro gibt’s eine Radlklingel, für 100 Euro ein Wochenende mit Lastenradl und für 850 Euro ein Jahr Werbung auf einem Lastenradl.

Jasmin Menrad

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