Zwei Buben vor PEP von BMW erfasst

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Polizisten sichern Spuren am Unfallort.

München - Horror-Unfall vor dem Perlacher Einkaufszentrum PEP: Zwei Buben im Alter von 14 und 15 Jahren sind am Montagabend in der Thomas-Dehler-Straße von einem BMW erfasst und schwer verletzt worden.

Zwei Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren sind von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Die Jugendlichen hatten am Montag vor dem Einkaufszentrum „pep“ eine rote Ampel missachtet. Der 14-Jährige schwebte bis Redaktionsschluss in Lebensgefahr. Somit setzt sich die Serie schwerer Verkehrsunfälle mit Fußgängern, die die Polizei bereits Ende 2011 beschäftigt hatte, im neuen Jahr fort.

Die Schüler wollten am Montag um 18.50 Uhr die Thomas-Dehler-Straße überqueren, um zum Hanns-Seidel-Platz zu gelangen. Sie standen an der Fußgängerampel vor dem „pep“ – und trafen eine folgenschwere Entscheidung: Obwohl die Ampel Rot zeigte, liefen sie auf die Straße. Ein Autofahrer, der mit seinem BMW in diesem Moment die Thomas-Dehler-Straße stadtauswärts fuhr, konnte nicht mehr bremsen und erfasste die Jugendlichen frontal. Den Spuren am Auto nach zu urteilen prallte mindestens einer der beiden mit großer Wucht gegen die Windschutzscheibe. Beide Schüler erlitten schwerste Kopfverletzungen. Während der Zustand des 15-jährigen Münchners gestern stabil war, schwebte der 14-Jährige, der in Brunnthal wohnt, noch am Abend in Lebensgefahr. Der Fahrer des BMW, ein 22-jähriger Elektriker aus München, wurde vom Kriseninterventionsteam betreut.

Bilder vom Unfallort

Zwei Buben vor PEP-Einkaufszentrum angefahren

Kurz zuvor war in Milbertshofen ebenfalls ein Fußgänger von einem Auto erfasst worden. Der 35-Jährige überquerte um 17.25 Uhr die Moosacher Straße auf Höhe der Hausnummer 80, um den Bus an der gegenüberliegenden Haltestelle zu erreichen. Offenbar aufgrund des Zeitdrucks entschied er sich für den direkten Weg und nicht für die wenige Meter entfernte Ampel. Der Wagen eines 52-Jährigen erfasste den Mann. Laut Polizei war der Aufprall so heftig, dass der Mann gegen den Bus geschleudert wurde. Mit Kopfverletzungen und Prellungen kam er in eine Klinik.

Bereits kurz vor Weihnachten hatte die Polizei angesichts sich häufender Unfälle mit Beteiligung von Fußgängern alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Vorsicht aufgerufen. Zuletzt war eine 75-jährige Aubingerin von einem Kieslaster überrollt und getötet worden, als sie versuchte, vor dem tonnenschweren Fahrzeug eine Straße zu überqueren. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 21 Menschen im Münchner Straßenverkehr. Sieben davon waren Fußgänger, drei Radler, sechs Motorradfahrer und vier Autofahrer. Eine Passagierin eines Linienbusses starb nach einem Sturz beim Aussteigen.

akg

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