Zweite Stammstrecke: Kritik von Feuerwehr!

München - Wie sicher wird die zweite S-Bahn-Stammstrecke? Die Münchner Feuerwehr jedenfalls kritisiert das Rettungskonzept der aktuellen Planung. Die Bahn weist das zurück.

Die Vorgaben des Eisenbahnbundesamtes würden eingehalten, sagt die Bahn. Wie die ARD-Sendung Report München berichtet, bemängelt Feuerwehrchef Wolfgang Schäuble vor allem, dass die Bahn derzeit keine speziellen Rettungsaufzüge vorsieht. Mit diesen könnten die Einsatzkräfte im Notfall schnell an die Bahngleise kommen. Nach der aktuellen Planung müssen im Ernstfall Feuerwehrler und flüchtende Fahrgäste durch die gleichen Treppenhäuser – und könnten sich dabei gegenseitig behindern. „Das kann zu ernsten Problemen führen“, sagte Schäuble in der ARD.

Dazu seien auch keine Spezialaufzüge für die Passagiere geplant. Die seien erst ab einer Tiefe von 30 Metern vorgeschrieben, der Schacht soll gerade noch 29 Meter tief werden. Wenn es brennt, könnte es so bis zu 25 Minuten dauern, bis alle Passagiere die Oberfläche erreichen. Außerdem müssten die Hydranten am Bahnsteig erst von oben versorgt werden. „Bis dahin vergeht wertvolle Zeit, was im schlimmsten Fall Menschenleben kosten kann“, sagt Schäuble.

Die Bahn verteidigt sich laut ARD: Man halte sich strikt an alle Vorgaben.

tz

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